10.03.2021 - 16:13 Uhr
AmbergSport

Geplant: Sommerrunde im Basketball

Für eine Hallensportart wie Basketball beginnt normalerweise die Saison im Oktober, gespielt wird den Winter über bis April. Corona sorgt für Innovationen: Ein Ligenbetrieb könnte im Frühjahr oder Sommer starten.

3 gegen 3 im Freien, so könnte eine Sommerrunde des Bayerischen Basketballverbandes aussehen.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

„Wir haben immer offiziell verkündet, dass wir den Spielbetrieb nicht einstellen wollen. Weil die Politik sich darüber im Klaren sein sollte, dass Spielbetrieb stattfinden kann und die Sportstätten nicht total gesperrt werden“, sagt Willi Merkl, der Vorsitzende des Basketballbezirks Oberpfalz. Die Saison ist zwar beendet, ohne Auf- und Abstieg. Aber nicht der Spielbetrieb grundsätzlich.

Diese Einstellung könnte sich jetzt auszahlen, denn der Präsident des Bayerischen Basketballverbandes geht in die Offensive: „Wenn im Frühjahr im Freien gespielt werden darf, oder ab Juni, Juli in den Hallen, braucht kein Basketballer warten, bis im Oktober der übliche Spielbetrieb beginnt. Sobald es Möglichkeiten gibt, wird gespielt, ob Kreisklasse, Bezirksliga, Senioren, Jugend, männlich oder weiblich“, erklärt Bastian Wernthaler.

Beim BBV liegen flexible Szenarien vor, die kurzfristigen Spielbetrieb anhand der aktuellen Vorgaben ermöglichen sollen, ohne Rücksicht auf den üblichen Saisonrhythmus der Ligen. Egal ob in der Halle oder auf dem Freiplatz, 3 gegen 3 oder 5 gegen 5: „Wenn Sport wieder möglich ist, gibt es Spiele und Wettkampf“, verspricht Wernthaler.

"Wir stellen uns vor, dass dieser Spielbetrieb mit sehr wenig Reglement über die Bühne geht."

Willi Merkl, Vorsitzender des Basketballbezirks Oberpfalz

Willi Merkl, Vorsitzender des Basketballbezirks Oberpfalz

Erarbeitet sind bereits Szenarien für Spielbetrieb im Freien oder in der Halle, 3 gegen 3, oder 5 gegen 5, mit oder ohne Schiedsrichter. Auf Feinheiten wie 24-Sekunden-Uhr oder Hallen- und Platzzulassung wird verzichtet, auch Meldegeld wird nicht verlangt. Die Organisation der Ligen will der BBV übernehmen. Vorgesehen ist eine regionale Gliederung, im Idealfall auf Landkreise oder größere Städte beschränkt.

„Wir wollen diese Sommerligen unbedingt. 3 gegen 3 ist olympische Disziplin geworden und wird entsprechend gefördert. Wir stellen uns vor, dass dieser Spielbetrieb mit sehr wenig Reglement über die Bühne geht“, erklärt Willi Merkl. Die Runden sollen nicht nur auf Bezirksebene stattfinden, sondern darüber hinaus. Theoretisch könnten die Ligen noch im März ausgeschrieben und von April bis September je nach Zulässigkeit ausgetragen werden. Die reguläre Saison 2021/22 mit formalen Teilnahmerechten würde dann wie jedes Jahr zwischen September und November losgehen.

Vor allem aber im Breitensport wollen der BBV und seine Bezirke auch ein flächendeckendes Spielangebot für jeden Basketballer präsentieren: „Man möchte unbedingt, dass in irgendeiner Weise der Spielbetrieb stattfindet, um die Leute beim Sport zu halten“, erklärt Merkl. Man müsse versuchen, Mannschaften mit etwa gleichem Niveau zusammenzubringen, die dann gegeneinander spielen.

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