25.03.2021 - 17:59 Uhr
AmbergSport

Kein Wort zum Sport: Robert Graf

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Leiter der Sportförderung am Landratsamt Amberg-Sulzbach, warum er seinem ersten Auto Rallye-Streifen verpasste, und weshalb ihn der Musiklehrer nicht mehr vorsingen ließ.

Als Leiter der Sportförderung beim Landratsamt Amberg-Sulzbach ist Robert Graf in erster Linie für den organisatorischen Teil des Landkreislaufes zuständig. Wenn Not am Mann ist, übernimmt er aber auch schon mal die Verkehrsregelung und stellt ein Tempo-30-Schild auf.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Mit Sport hat er täglich zu tun: Beim Landratsamt Amberg-Sulzbach, zu dem der gelernte Betriebswirt 2003 als Quereinsteiger aus der freien Wirtschaft kam, ist Robert Graf als Leiter der Sportförderung zuständig für Übungsleiteranträge und Vereinspauschalen. Zudem gehören zu seinen Aufgaben die Organisation der Landkreismeisterschaften in den verschiedenen Sportarten, der Sportlerehrung und seit 2013 auch des Landkreislaufes. Bei seinem Heimatverein SV Hahnbach spielte Graf 25 Jahre lang Fußball, von den Schülern bis zu den Alten Herren: „Angefangen habe ich als Rechtsaußen, dann war ich Libero und schließlich defensiver Mittelfeldspieler“, erinnert sich der 56-Jährige, der „für sein Leben gerne Ski fährt“, und auch gerne Schlittschuh läuft oder mit den Inlinern unterwegs ist.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Robert Graf: Ich bin durch und durch ein Hahnbacher und habe mit Ausnahme der Studienzeit mein ganzes Leben dort gelebt. Von daher kann ich mir nichts anderes vorstellen. Hahnbach ist sehr familiär, sehr gemütlich - und es wird dort, wenn nicht gerade Corona ist, viel gefeiert.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Robert Graf: Über Anekdoten und Geschichten von früher im Gespräch mit Freunden. Und immer wieder mal auch über mich selbst. Denn ab und zu bin ich wirklich etwas schusselig.

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Robert Graf: Das war ein wirklich sehr betagter, himmelblauer Renault 12. Knapp 15 Jahre alt, mit 300000 Kilometern und 54 PS bei zwei Tonnen Gewicht. Er gehörte meiner Schwester und stand eigentlich zur Verschrottung an. Den bekam dann ich und ich habe ihn sogar noch drei Jahre gefahren. Ich erinnere mich noch: Der Wagen hatte einen Schaltknüppel, der war einen Meter hoch (lacht). Ausgesehen hat der Wagen wie ein kleiner Lkw. Wirklich unmöglich. Ich habe dann schwarze Rallye-Streifen angebracht, damit er wenigstens ein bisschen nach Auto aussah.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Robert Graf: Mit Andreas Brehme. Er hat zwei Elfmeter bei Weltmeisterschaften geschossen: Einen im Viertelfinale 1986 gegen Mexiko – mit dem linken Fuß. Und den im Finale 1990 gegen Argentinien – mit dem rechten Fuß. Ich hätte ihn gerne mal gefragt, wie man als Schütze an den Elfmeterpunkt geht und dabei überlegt "mit welchem Fuß schieße ich denn?" Normalerweise überlegt man sich, in welches Eck man den Ball haut. Das ist schon eine besondere Nervenstärke, in so einer Situation einmal mit links und einmal mit rechts zu schießen. Das hätte ich gerne erklärt bekommen bei einem Kaffee, wie das geht.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Robert Graf: Eiscreme! Die geht immer. Wenn's kein Schokoladeneis ist. Und wenn's einen guten Klaren zur Verdauung gibt, bin ich auch nicht abgeneigt. (lacht)

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Robert Graf: "Whatsapp", sonst bist du wie von der Außenwelt abgeschnitten. Inzwischen wird mehr geschrieben als telefoniert.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Robert Graf: Nicht Berge oder Meer, sondern Berge und Meer. Ich bin begeisterter Skifahrer, deswegen sind im Winter die Berge Pflicht. Und im Sommer lege ich mich auch sehr gerne ans Meer. Mir wird auch nicht langweilig, wenn ich lange am Strand liege und ab und zu mal zum Schwimmen gehe.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Robert Graf: Wir waren ja grad beim Thema Urlaub: Ich würde gerne mal mit meiner Frau einen Urlaub in der Südsee machen. So richtig weit weg. Cook-Inseln, Fidschi, Tonga, Bora Bora...

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht?

Robert Graf: Ich bin wohl einer der wenigen, die kein Bezahlfernsehen haben. Deswegen schaue ich mir seit Ewigkeiten Samstagabend um 18 Uhr die Sportschau an. Das ist absolute Pflichtveranstaltung bei mir. Und ich weiß bis dahin kein Fußballergebnis, da wird nicht vorher Radio gehört oder im Internet nachgesehen.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Robert Graf: Singen! In der Schule mussten wir nach vorne an die Tafel und vorsingen. Spätestens nach einer halben Strophe hat der Musiklehrer gesagt: „Setzen! Das kann man sich nicht mehr anhören.“ Das ist heute noch so. Wenn wir im Freundeskreis ein Standerl singen, dann heißt’s immer „stell dich ja nach hinten, damit man dich nicht hört“. Also gehe ich immer freiwillig in die letzte Reihe, um das Standerl nicht zu verhunzen.

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport"

Mitterteich

Alle Teile unserer Rubrik "Kein Wort zum Sport" finden Sie hier.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.