18.12.2020 - 17:35 Uhr
AmbergSport

Zum Tode von Rudolf Gebele

Fast fünf Jahrzehnte war Rudolf Gebele als Funktionär für die SGS Amberg und den Fußball unermüdlich im Einsatz. Ein Nachruf.

Rudolf Gebele.
von Wolfgang LorenzProfil

Ein unermüdlicher Arbeiter für den Fußball in der Region ist tot: Im Alter von 94 Jahren starb Rudolf Gebele am 14. Dezember. Als Bauingenieur für Hoch- und Tiefbau war er jahrelang bei der Firma Siemens beschäftigt.

Somit war klar, dass seine drei Kinder Sport (Fußball und Tennis) bei der Sportgemeinschaft Siemens Amberg (SGS) betrieben. In den Nachkriegsjahren spielte er selbst Fußball, später engagierte sich Rudolf Gebele bei der Fußballsparte als Jugendleiter ab 1972.

Auch nach dem Wechsel des Sohnes Peter zum 1. FC Amberg und später zum TSV 1860 München, unterstützte er die SGS weiterhin. Nach dem Verlust der Sportplätze auf dem Siemens-Gelände 1987 waren Rudolf Gebele und seine Frau oft die einzigen Zuschauer bei den Punktespielen auf fremden Plätzen. Auch beim Aufbau der Hallenspiele, wie Stadtmeisterschaften (Herren und AH) oder die Ausrichtung der Bayerischen Herren-Hallenmeisterschaften 2002 in Amberg war er ein tatkräftiger Organisator. Bis zur Auflösung der SGS mit Ende der Saison 2017/18 fungierte er noch als Platzkassier. Die Ernennung zum SGS-Ehrenmitglied, Auszeichnungen durch den Stadtverband für Sport der Stadt Amberg und durch den BLSV waren das Dankeschön.

Für den Bayerischen Fußballverband war Rudolf Gebele ab 1978 tätig als Spielleiter der C- und D-Jungend, als Mannschaftsbetreuer der Oberpfälzer C-Jugend beim Vergleichsturnier in der Sportschule Grünwald und ab 1981 Kreis- und ab 1985 Bezirks-Senioren-Spielleiter der „Alten Herren“. Höhepunkt war jedes Jahr die Meisterehrungen in der Nordgauhalle in Nabburg mit 500 Teilnehmern. Nach über 20 Jahren beim BFV gab er die Ämter in jüngere Hände. Aufgrund des Schiedsrichtermangels 1977 leitete Rudolf Gebele Spiele im Jugend- und Herrenbereich bis zur C-Klasse (heute A-Klasse); dazu fungierte er als Beobachter im alten Kreis 3 und auf Oberpfalzebene. Für die Schiedsrichtergruppe fand er für gut 30 Jahre lang eine Heimat, das Sportgelände der SGS Amberg. Anlässlich seines 80. Geburtstages 2006 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Er war Vorbild für sein Sohn Thomas, der als Schiedsrichter bis zur einstigen dritten Liga, der Bayernliga, Spiele pfiff.

Rudolf Gebele zeichnete verantwortlich für die wöchentlich erscheinenden Junioren-Ergebnisse samt Tabellen in der Amberger und Sulzbach-Rosenberger Zeitung. Seit 1975 erschienen diese. Bis Montagabend tippte Rudolf Gebele mit einer alten Schreibmaschine mit dem Zwei-Finger-Suchsystem alle Ergebnisse und Tabellen auf Blätter, die er Dienstag früh bei der Zeitung in den Briefkasten warf. Für den Fußballsport war er unermüdlich 46 Jahre lang (1972–2018) tätig.

Kein Wort zum Sport: Thomas Gebele

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