22.02.2021 - 18:50 Uhr
AmbergSport

Einer der "Urväter" des TC Amberg am Schanzl ist tot

Er war ein "super Manager", ein "hervorragender Spieler" und ein musikalisches Stimmungstalent. Dazu ein Gönner des TC Schanzl, der maßgelblich an fünf deutschen Meisterschaften von 1978 bis 1982 beteiligt war.

So kannten die meisten Karl Hackl: Mit der Quetschn und als Stimmungsmacher.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Er war einer der "Urväter des TC Amberg am Schanzl", wie ihn Weggefährte Dieter Heckmann und Schanzl-Vorsitzender Mario Neumann in der Todesanzeige des Vereins bezeichneten: Karl Hackl. Er starb am 11. Februar im Alter von 82 Jahren nach einer schweren Erkrankung.

"Er war ein super Manager und ein hervorragender Spieler. Am auffälligsten war seine musikalische Fähigkeit. Er konnte mit seinem Schifferklavier die Leute eine ganze Nacht unterhalten. Es war immer eine Riesengaudi. Die Leute sind nach dem Tennisspielen zusammengesessen, so etwas gibt es heute nicht mehr," erinnert sich Fritz Schöberl, einer der noch fünf lebenden Gründungsmitglieder des TC am Schanzl. "Wir waren alle begeistert, wenn er zur Quetschn gegriffen hat. Er hat eine unglaubliche Gabe gehabt, Stimmung zu erzeugen. Das hat ihn so beliebt gemacht", sagt Reinhart Probst, einer der besten Tennisspieler, die der TC Schanzl hervorgebracht hat. "Er war einfach unheimlich lebenslustig", behält ihn seine Frau Hanne in Erinnerung.

Karl Hackl wurde am 10. Mai 1938 in Teublitz geboren und wuchs in Maxhütte-Haidhof auf. 1964 wurde der TC Amberg am Schanzl gegründet, zwei Jahre später kam Hackl nach Amberg und stieß als begeisterter Tennisspieler dazu. "Er hat sich von Anfang an unheimlich mit reingehängt und sich auch stark finanziell engagiert", sagt Schöberl. "Unsere Damenmannschaft war in den 1960er Jahren sehr erfolgreich, sie hat die süddeutsche Meisterschaft gewonnen. Karl Hackl hat sie erfolgreich gemanagt", sagt Schöberl. Später dann kümmerte sich Hackl auch um die Herrenmannschaft und hatte einen großen Anteil an den fünf deutschen Meisterschaften hintereinander von 1978 bis 1982: "Er hat auf der Bank immer einen Spieler gecoacht."

Karl Hackl kam 1966 von der OBAG aus Regensburg und stieg zunächst als Diplom-Elektro-Ingenieur bei der Firma Grasser ein. Später übernahm Hackl einen Teil der Firma. 1991 erkrankte Karl Hackl und musste dann die Firma verkaufen - seine berufliche Tätigkeit war im Alter von 54 Jahren frühzeitig beendet. Seine aktive Zeit als Spieler war Mitte der 1960er bis in die 1970er Jahre. Ende der 1980er Jahre musste Hackl bereits den aktiven Tennissport aufgeben - aus gesundheitlichen Gründen. "Wir haben damals alle das Golfen angefangen, das hat die Rückenmuskulatur gestärkt. Sehr viele Tennisspieler hatten Probleme, aber Golf ist eine amüsante Ballsportart, die man auch im Alter noch betreiben kann", erklärt Schöberl. Karl Hackl hinterlässt Frau Hanne, vier erwachsene Kinder und vier Enkelkinder.

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