15.09.2021 - 17:08 Uhr
IrchenriethSport

Elf Fragen an: Maximilian Kaufmann (DJK Irchenrieth)

Offensivmann Maximilian Kaufmann (21) ist in glänzender Form. Hier erzählt er aus seiner Juniorenzeit beim 1. FC Nürnberg, nimmt sich "ältere Herren" zur Brust und verrät, wie ihm seine Tante aus Thailand auf dem Fußballplatz hilft.

Maximilian Kaufmann spielt im offensiven Mittelfeld der DJK Irchenrieth.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Die Saison hätte für Maximilian Kaufmann kaum besser starten können. Zehn Tore in sieben Spielen für die DJK Irchenrieth, obendrein vier Vorlagen. Es ist die Bilanz eines Torjägers, der seinen Knoten gelöst hat. Im vergangenen Sommer wechselte der 21-Jährige aus der Landesliga, damals spielte er für Grafenwöhr, nach Irchenrieth in die Kreisklasse. Drei Ligen tiefer also. Er bereut es keineswegs: "Ich habe wieder mehr Freude am Spiel, das Gefüge im Team passt." In der Jugend spielte Kaufmann einige Jahre für den 1.FC Nürnberg, jetzt scheint er sein sportliches Glück gefunden zu haben.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Maximilian Kaufmann: ...schon immer meine große Liebe. Mit fünf Jahren habe ich angefangen, mein Zwillingsbruder hat mich dazu gebracht. Damals haben wir in Weiherhammer trainiert.

ONETZ: 2. Haben Sie ein Ritual vor dem Spiel?

Maximilian Kaufmann: Ja, ich habe mir etwas angewöhnt. Meine Tante kommt aus Thailand. Dort gibt es eine spezielle Salbe, die die Atemwege freimacht. Sie ist eigentlich gegen Mücken. Ich schmiere sie mir vor jeder Partie an die Arme und unter die Nase. So kann ich zu Beginn eines Spiels besser atmen.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe finde ich...

Maximilian Kaufmann: ...eher unpassend. Aber jeder wie er meint. Ich habe selber einen kleinen Schuhtick und mag weiße Schuhe sehr gern, gerade Sneaker. Fußballschuhe habe ich in Weiß und Blau.

ONETZ: 4. Welche Fußballregel würden Sie gerne abschaffen?

Maximilian Kaufmann: Direkt abschaffen vielleicht nicht. Aber die Handspielregel ist ein großes Problem. Es ist zu schwierig festzustellen, ob ein Ball absichtlich gespielt wurde oder nur an die Hand springt. Da sind die Entscheidungen, auch bei den Profis, nicht immer nachvollziehbar.

ONETZ: 5. Was ist das Gesprächsthema auf der Fahrt zu einem Auswärtsspiel?

Maximilian Kaufmann: Am Anfang geht es meistens um den Vorabend. Ob einer trotz des Spiels zu tief ins Glas geschaut hat (lacht). Aber irgendwann redet dann einer der Erfahrenen, Tobias Thorn, über das anstehende Spiel und den Gegner. Dann geht es ums Sportliche.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Maximilian Kaufmann: Das ist schon sehr lange her, in der E-Jugend. Damals habe ich für Nürnberg gespielt. Im Halbfinale eines Turniers in München habe ich in den Schlussminuten gegen Hertha BSC getroffen. Zum entscheidenden 2:1. Das geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf.

ONETZ: 7. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Maximilian Kaufmann: Es ist kein Zuruf in Richtung der Spieler. Aber wenn ältere Herren bei uns an der Seitenlinie sich ständig über Schiedsrichter-Entscheidungen beschweren, dann bringt das die Stimmung zum Kochen. So kommt eine Härte auf den Platz. Das ist jetzt schon ein paar mal passiert.

ONETZ: 8. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Maximilian Kaufmann: In Grafenwöhr gab es die Regel: Alkohol im Trikot, 10 Euro Strafe. Bei einer Aufstiegsfeier hatte ich das Trikot an und habe getrunken. Da war die Regel hart. Jetzt in Irchenrieth gibt es Strafen für die Verlierer bei Trainingsspielen. Da habe ich auch schon ein paar Striche.

ONETZ: 9. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten?

Maximilian Kaufmann: Spannend waren immer die Spiele mit Grafenwöhr gegen die SpVgg Weiden. Die sind schließlich der große Verein in der Region. Beim Oberpfalz-Medien-Cup haben wir sie mal besiegt. Draußen auf dem Feld leider nicht. Die Spiele waren aber immer recht eng.

ONETZ: 10. Welche drei Dinge nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?

Maximilian Kaufmann: Klar, einen Fußball. Meine Freundin, wenn sie denn als Ding zählt (lacht unsicher) und einen Kasten Pils. Der ist aber für mich, meine Freundin trinkt kein Bier.

ONETZ: 11. Mit welchem bekannten Fußballer würden Sie gerne einmal in der Mannschaft spielen?

Maximilian Kaufmann: Marco Reus. Seine Spielart ist meiner recht ähnlich. Er ist auch sehr schlank, hat einen guten Antritt und eine exzellente Technik. Für mich ist er immer noch einer der besten Techniker in der Bundesliga. Leider ist er oft wegen Verletzungen ausgefallen. Zusammen in einem Team würden wir, glaube ich, gut funktionieren.

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