07.06.2019 - 21:38 Uhr
NabburgSport

Sara Däbritz bei der Frauenfußball WM: Das sagen Fußballkolleginnen aus der Oberpfalz

Bei der Frauenfußball-WM in Frankreich steht die Oberpfälzerin Sara Däbritz im Blickpunkt. Spielerinnen vom TV Nabburg, SV Neusorg, TSV Theuern und dem 1. FC Schwarzenfeld sprechen über die Nationalspielerin.

Die Spielerinnen (von links) Johanna Elsig, Sara Doorsoun, Sara Däbritz und Dzsenifer Marozsan in Aktion.
von Josef Maier Kontakt Profil
Sonja Theierl (TV Nabburg).

"Ich kann es nicht sagen. Ich weiß nicht mehr, wann das war." Sonja Theierl überlegt. "Nee, keine Chance." Fest steht aber: Die Torfrau des TV Nabburg hat schon einmal gegen sie gespielt, als beide noch klein waren. Sonja Theierl auf der TV- Seite, Sara Däbritz, einer der Stars der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, auf der anderen Seite. "Ich weiß auch nicht, ob sie getroffen hat", sagt die 24-jährige Torfrau.

Die Karriere von Sara Däbritz, die aus Ebermannsdorf (Kreis Amberg-Sulzbach) stammt, hat sie genau verfolgt. Am Samstag sieht Theierl Däbritz wieder - am Fernseher. Die deutsche Nationalelf spielt zum WM-Auftakt gegen China. "Ist doch klar, dass ich mir das Spiel anschaue", erklärt Theierl. Sie guckt wohl gemeinsam mit ein paar Mannschaftskolleginnen aus Nabburg. Der DFB-Elf traut sie in Frankreich einiges zu. "Ich glaube, die Deutschen spielen vorne mit." Die Konkurrenz sei aber groß, sagt sie, und nennt dabei vor allem Frankreich und die USA. Deswegen rudert sie dann auch etwas zurück: "Das mit dem Finale wird eng."

Simone Hautmann (SV Neusorg).

Simone Hautmannvom SV Neusorg hat zwar nie gegen Sara Däbritz gespielt: "Ich bin ja mit 27 schon etwas älter als sie", sagt die Neusorgerin lachend. Aber sie hat sie zuletzt live gesehen. "Wir waren zu elft beim Länderspiel gegen Chile in Regensburg." Für sie und ihre Teamkolleginnen sei die WM ein großes Event. "Wir schauen im Sportheim auf Großleinwand", aber eigentlich bin ich beim Fußball stille Genießerin." Die Mädels in der nördlichen Oberpfalz wollen gleich den ersten WM-Sieg bejubeln. Hautmann, die als Designerin arbeitet, sagt aber auch mit Blick auf das Chile-Spiel: "Sie müssen sich schon noch steigern." Aber sie baut auch auf die typisch deutsche Mentalität: "Wenn es um etwas geht, sind sie da."

Sara Däbritz mit beeindruckender Karriere

Anna Vogl (TSV Theuern).

Anna Vogl ist zu jung, um im Nachwuchsbereich einmal gegen Sara Däbritz gespielt zu haben. "Ich habe sie bisher nur am Fernseher gesehen", sagt die 19-Jährige. Dabei spielt Vogl bei einem Verein gleich neben Ebermannsdorf, dem TSV Theuern. "Sara hat wirklich eine tolle Entwicklung genommen", ist die Theuenerin von der Karriere der Ebermannsdorferin beeindruckt. Vogl ist eine Fußball-Alleinguckerin, wird das erste WM-Spiel zu Hause schauen. Und auch auf die nächsten Partien freut sie sich schon. "Ich kann mir das zeitlich auch so einrichten, dass ich schauen kann", sagt sie, die derzeit ein freiwilliges soziales Jahr bei ihrem Verein absolviert. Neben Frankreich, den USA und England zählt sie auch Deutschland zu den Mitfavoritinnen bei dieser WM. "Auf jeden Fall kommen sie unter die ersten Vier."

Ronja Luber (1. FC Schwarzenfeld).

Ronja Luber hätte Sara Däbritz am Donnerstag vor einer Woche gerne live gesehen. "Aber ich war noch zu fertig vom Pokalfinale am Vormittag", erzählt die Spielerin des 1. FC Schwarzenfeld, die auch Spielführerin, Jugendtrainerin und Sportliche Leiterin der Frauenfußball-Sparte ist. Am Samstag schaut sie auf jeden Fall, was Däbritz und deren Teamkolleginnen gegen die Chinesinnen in Rennes so fabrizieren. "Ich werde das Spiel wohl mit einer Mannschaftskameradin schauen", sagt Luber. Ein DFB-Trikot , um fanmäßig top ausgestattet zu sein, liegt auch schon bereit. Was die WM-Prognose betrifft, ist sie vorsichtig: "Was passieren kann, hat man letztes Mal bei den Männern gesehen." Die Konkurrenz sei sehr groß, meint die 24-jährige Innenverteidigerin. Dann sagt sie aber bestimmt: "Man sollte doch immer an sein Land glauben."

Und mit Blick auf Sara Däbritz, die nach der WM zu Paris St. Germain wechseln wird, meint sie schmunzelnd: " Da sieht man mal, was man aus seinem Talent machen kann."

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