26.10.2021 - 23:36 Uhr
NürnbergSport

DFB-Pokal: Club scheitert nach Elfmeterkrimi am HSV

Der 1. FC Nürnberg ist in der zweiten Runde aus dem Pokal ausgeschieden. Eine vermutlich schwere Verletzung des Club-Youngsters Tom Krauß überschattete einen packenden Pokalabend.

Nürnbergs Tim Handwerker (links) kommt per Scherensprung vor Ludovit Reis (HSV) an den Ball
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Die 2. DFB-Pokal-Runde war gleichzeitig die Endstation für den 1. FC Nürnberg. Der Club unterlag nach einem packenden Kampfspiel dem Hamburger SV mit 3:5 nach Elfmeterschießen.

Es war ein Pokalfight, der vieles von dem beinhaltete, was man als neutraler Fußballfan in einem K.-o.-Spiel sehen möchte. Spannung, Intensität, Zweikämpfe, Tore und zwei Mannschaften, die beide unbedingt weiterkommen wollten und mit mehr oder weniger offenem Visier auf Sieg spielten. Allerdings hielt der Dienstagabend auch Szenen parat, die niemand auf einem Fußballplatz zwingend sehen möchte.

Sekunden nach Wiederbeginn des zweiten Abschnitts rasselten Tom Krauß und Miro Mulheim (HSV) derart heftig mit den Köpfen zusammen, dass der Nürnberger sofort das Bewusstsein verlor und sich scheinbar schwer verletzte. Hektisch den Notarzt herbeiwinkende Spieler beider Teams, die zudem einen Sichtschutz um den am Boden liegenden Krauß bildeten, zahlreiche Sanitäter auf dem Platz, Mats Möller Daehli den Tränen nah, die beiden Trainer Robert Klauß (FCN) und Tim Walter Arm in Arm, Krauß' Eltern völlig mitgenommen am Spielfeldrand: Es waren bedrückende Momente, die das Sportliche weit in den Hintergrund rücken ließen. Immerhin reckte Krauß beim Abtransport ins Krankenhaus auf der Trage liegend den Daumen in die Höhe und war wieder ansprechbar.

Schon in der ersten Halbzeit hatte der Ex-Nürnberger Tim Leibold mit einer schweren Knieverletzung per Trage abtransportiert werden müssen. Umso erstaunlicher wirkte es da, welches Kampfspiel die Kontrahenten trotz dieser Geschehnisse in den Rasen brannten. Im ersten Durchgang war der HSV die klar bessere Mannschaft, führte verdient durch den Kopfballtreffer des Abwehrspielers David Jonas quasi mit dem Pausenpfiff. Der FCN durfte sich bei Keeper Carl Klaus, der etatmäßigen Nummer zwei, bedanken, der sein Team mit gleich mehreren Glanztaten im Spiel hielt.

Nach der Pause und dem Krauß-Schock agierte die Heimelf stark verbessert und hatte wie auch in der Verlängerung ein klares Chancenplus. Der sehenswerte Ausgleich per Direktabnahme durch Taylan Duman (kam für den verletzten Krauß) war der verdiente Lohn. In der Elfmeter-Lotterie blieben die HSV-Schützen allesamt cool, während beim Club Lino Tempelmann und Asger Sörensen scheiterten.

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Statistik:

1. FC Nürnberg – Hamburger SV n. E. 3:5 (0:1,1:1)

  • FCN: Klaus – Valentini, Sörensen, Schindler, Handwerker - Geis, Tempelmann, Krauß (51. Duman), Möller Daehli (116. Nürnberger) - Dovedan (87. Schleimer), Shuranov (87. Schäffler)
  • HSV: Heuer Fernandes - Heyer, Schonlau, Doyle (79. Alidou), Glatzel (79. Jatta), Kittel, Kaufmann (60. Wintzheimer), Reis (100. Kinsombi), Leibold (21. Muheim), Meffert, David
  • Tore: 0:1 (45.) Jonas David, 1:1 (59.) Taylan Duman - SR: Bastian Dankert (Rostock) - Zuschauer: 19267
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