29.05.2020 - 16:48 Uhr
NürnbergSport

FCN-Trainer Keller: "Müssen auch mal einen Sieg erzwingen"

Nur zwei Punkte seit dem Restart der Liga hat der 1. FC Nürnberg geholt. Der Relegationsplatz ist bedrohlich nahe. Clubtrainer Jens Keller fordert am Samstag im Heimspiel gegen Bochum, auch mal einen Sieg zu erzwingen.

Nürnbergs Trainer Jens Keller lobt den absoluten Willen seiner Mannschaft. Er sagt aber auch: "Wir müssen auch mal einen Sieg erwzingen."
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Es gab schon schönere Situationen in seinem Leben. Das muss Nürnbergs Trainer Jens Keller zugeben. Die Anspannung bei ihm und der Mannschaft sei groß. "Jetzt ist es wichtig, dass wir ein Erfolgserlebnis haben." Vor dem Heimspiel des 1. FC Nürnberg am Samstag (13 Uhr) gegen den VfL Bochum spürt auch der 49-jährige Fußballlehrer den Druck, dass der Club mal wieder siegen muss.

Tabellenplatz 15, zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz: Das ist die Ausgangslage für die Franken, die auf Bochum treffen. Ein Team, das "mit sieben Punkten gut aus der Krise gekommen und ballsicher ist, nach vorn mit Geschwindigkeit geht", sagt Keller. Die eigene Tabellensituation kenne beim Club jeder. "Die ist nicht schön. Aber die Mannschaft arbeitet und hat den absoluten Willen."

Daher sieht Keller durchaus für den Club Möglichkeiten: Bochum sei mit 46 Gegentreffern "defensiv verwundbar. Ich denke, wir kennen Wege, Tore zu erzielen", verrät er über seine Analyse. Die Konzentration liege demnach völlig auf dem Spiel gegen Bochum. "Mir wird nicht bange beim Blick auf das Restprogramm." Die Franken müssen unter anderem noch gegen Bielefeld, Fürth und Stuttgart ran.

Mannschaft hat wenig Struktur

Nürnberg

Aber seine Mannschaft müsse endlich auch einen Sieg erzwingen. Die phasenweise guten Leistungen gegen St. Pauli, Aue und Regensburg müssten nun in ein Spiel über 90 Minuten gepackt werden. Auch wenn es ein Eigentor war, das dem Club einen Punkt in Regensburg bescherte, "hat die Mannschaft bis zur letzten Minute daran geglaubt, noch ein Tor zu machen".

Ob es auch wie in Regensburg der lang verschmähte Torjäger Mikael Ishak in die Startelf schafft? "Er hat durchaus eine Berechtigung zu spielen", sagt Keller über den gefühlten Neuzugang, der in der Oberpfalz das 1:0 schoss. Nach so langer Zeit sei es schön, dass er ein positives Spiel erleben konnte.

Ein Eigentor in der Nachspielzeit

Regensburg

Und wenn Ishak wieder auf die Bank muss? "Mikael hat sich in all der Zeit nie über die Situation beschwert." Das mache keiner der Reservisten. "Ich bin froh, Optionen zu haben." Nun gehe es darum, sich bis zum Ende durchzubeißen.

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