22.11.2021 - 18:08 Uhr
PfreimdSport

Die SpVgg Pfreimd überrascht - sogar die Skeptiker im eigenen Verein

Die SpVgg Pfreimd hat sich mit einem standesgemäßen Sieg in die Winterpause der Bezirksliga Nord verabschiedet. Spielertrainer Bastian Lobinger erklärt, was er am härtesten Rivalen im Aufstiegskampf schätzt.

Bastian Lobinger (vorne) und sein Bruder Dennis (hinten) greifen gemeinsam an. Am Sonntag gab es im letzten Spiel des Jahres 2021 ein 4:0 gegen die DJK Ensdorf.
von Josef Maier Kontakt Profil

Überraschung - sogar für viele im eigenen Verein. "Das hätten selbst einige von uns nicht gedacht, dass wir jetzt wieder so weit vorne stehen", sagt Bastian Lobinger grinsend. Der Spielertrainer der SpVgg Pfreimd hat die Mannschaft nach dem Abstieg aus der Landesliga Mitte in der Bezirksliga Nord auf Kurs gehalten und somit auch einige Skeptiker in den eigenen Reihen widerlegt. Mit dem 4:0 am Sonntag gegen das Schlusslicht DJK Ensdorf gelang ein toller Abschluss 2021. Die Mannschaft liegt vor der Winterpause auf Platz zwei mit 42 Punkten, drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Sportvereinigung Grafenwöhr, der aber auch ein Spiel mehr absolviert hat.

Der Umbruch nach dem Abstieg war nicht allzu groß und wurde gemeistert. "Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden", sagt Lobinger und verweist neben den meisten geschossenen Toren (53) vor allem auf die beste Defensive der Liga - nur 16 Gegentore in 19 Spielen. Keeper Michael Herrmann, in der Jugend beim SSV Jahn Regensburg ausgebildet, hält tadellos, seine Vorderleute verrichten starke Abwehrarbeit. Und es ist den Pfreimdern auch gelungen, mit Julian Kiener und Felix Brendel zwei aus der A-Jugend gekommene Spieler in der Bezirksliga-Mannschaft zu etablieren. "Sie haben sich gut eingefügt", sagt Lobinger, "sie sind echte Alternativen." Die Begeisterung in Pfreimd ist ohnehin weiter groß. "Wir haben bis zu 30 Feldspieler im Training", berichtet der Coach von den Einheiten der ersten und zweiten Mannschaft. Auch die Reserve schlägt sich als Dritter in der Kreisklasse Nord blendend, was Lobinger freut: "Dadurch haben wir einen enorm breiten Kader."

Den härtesten Konkurrenten im Titelkampf, der SV Grafenwöhr, attestiert er einen "brutal guten Kader". Und er nennt einen Vorteil, den die beiden Führenden wohl gegenüber den anderen Mannschaften hätten: Das Landesligajahr zuvor. Auch, wenn beide Teams absteigen mussten, so hätten sie doch auf Verbandsebene enorme Erfahrungen gesammelt. "Dieses Jahr bringt einem wahnsinnig viel, auch wenn man absteigt." Die Rückkehr in die Landesliga im Sommer sei kein Muss, erklärt Lobinger weiter. Aber ablehnen würde man sie auch nicht. Eine kleine Vorentscheidung könnte schon am 25. Spieltag fallen. Dann tritt Pfreimd in Grafenwöhr an. Mal schauen, wer am Ostermontag 2022 wem wie viele Eier ins Nest legt...

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"Das hätten selbst einige von uns nicht gedacht, dass wir jetzt wieder so weit vorne stehen."

Spielertrainer Bastian Lobinger über Platz zwei der SpVgg Pfreimd in der Bezirksliga Nord

 

 

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