18.09.2020 - 20:45 Uhr
RegensburgSport

Remis zum Auftakt zwischen Jahn und Club

Der SSV Jahn Regensburg hat zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison dem 1. FC Nürnberg ein 1:1 abgetrotzt. Dem überraschenden Führungstreffer für die Gäste folgte im zweiten Abschnitt ein umstrittener Eingriff der Videoassistentin.

Gleich hab ich dich: Der neue Jahn-Kapitän Benedikt Gimber (rechts) verfolgt Fabian Nürnberger.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Tim Handwerker ist der erste Torschütze in der neuen Zweitliga-Saison 2020/21. Der linke Außenverteidiger des 1. FC Nürnberg traf zum Auftakt beim SSV Jahn Regensburg kurz vor der Pause mit einem Rechtsschuss ins kurze Eck zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führungstreffer. (43.) Dass es am Ende doch nicht zum Dreier für den Club reichte, lag auch an der Videoassistentin: Bibiana Steinhaus intervenierte zu Beginn der zweiten Hälfte, als der neue FCN-Kapitän Enrico Valentini den Ball aus einem Meter Entfernung im Strafraum an die Hand geschossen bekam. Max Besuschkow blieb auch nach minutenlanger Prüfung völlig unbeeindruckt und verwandelte zum 1:1-Endstand für den SSV Jahn (58.).

Der Jahn spielte auch mit etwas verändertem Personal, nun ja, wie der Jahn eben spielt: wild, hektisch, mitunter konfus, aber stets mit vollem Einsatz. Der Club dagegen versuchte, die Spielidee seines neuen Trainers Robert Klauß umzusetzen. Die sieht, angelehnt an die vielgerühmte RB-Schule, Powerfußball mit Vollgas-Pressing und Dauerdruck für den Gegner vor. In den ersten 90 Pflichtspielminuten dieser Saison blieb es zumeist beim Versuch. Vor allem beim wilden Ritt mit offenem Visier im zweiten Abschnitt waren die Regensburger gefühlt wesentlich näher am Siegtreffer, auch wenn die richtig dicken Chancen hüben wie drüben fehlten. Alles beim Jahn wirkte eingespielter, vertrauter und zwingender, auch wenn der Ausgleich per strittigem Strafstoß sehr glücklich zustande kam. "Wenn dieses Spiel einen Sieger verdient hatte, dann hätten wir das sein können", sagte Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic nach der Partie. Sein Pendant Robert Klauß sah "zu viele, unnötige Fehler" seiner Mannschaft, weswegen es "ein gerechtes Remis" gewesen sei. Für den Club bleibt die Erkenntnis, dass es noch ein weiter Weg bleibt, zurück ins vordere Drittel der 2. Liga.

Zurück waren an diesem Freitagabend auch die Zuschauer im Jahnstadion Regensburg. 3011 Heim-Fans durften nach all den Geisterspielen wieder unterstützen – und taten dies lautstark. Die Sehnsucht der Anhänger war so groß, dass Gesänge durchs Stadion hallten wie zu alten (Vor-Corona-)Zeiten.

Interview mit Michael Köllner vom TSV 1860 München

Fuchsmühl
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