21.06.2020 - 12:00 Uhr
SchirmitzSport

Elf Fragen an Turan "Bobby" Bafra

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In unserer Rubrik erklärt der Fußball-Wandervogel, was er mit Bobby aus der TV-Serie "Dallas" zu tun hat, wie ihn Club-Coach Felix Magath einst zu einem Viererpack in kürzester Zeit animierte, und warum es ihn vor Schmidgaden graut.

Turan "Bobby" Bafra in Aktion als Spielertrainer beim TuS Schnaittenbach.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Er ist in der Region bekannt wie der berühmte bunte Hund. "Bobby" Bafra ist bei der Firma Witt in Weiden seit 16 Jahren als Teamleiter im Kundenservice tätig. Als Spieler war der 43-Jährige für den FC Vorwärts Röslau, TSV Thiersheim, 1. FC Nürnberg II, SpVgg Weiden und FC Amberg tätig, dazu als Spielertrainer wieder in Röslau, beim TSV Tännesberg sowie beim TuS Schnaittenbach. Aktuell bei der SpVgg Pirk beschränkt sich der Schirmitzer nur mehr aufs Trainerdasein. Bafra ist verheiratet und hat einen achtjährigen Sohn.

ONETZ: 1. Wegen der Coronakrise ruht derzeit der Spiel- und Trainingsbetrieb. Gehen Sie Ihrer Frau schon auf die Nerven?

Turan Bafra: Natürlich. Wir sind seit 12 Jahren zusammen, seit 4 Jahren verheiratet: Sie kennt das nicht, dass ich am Wochenende zu Hause bin, da bin ich normalerweise nie daheim. Aber ich spiele zum Ausgleich schon etwas Tennis, meine Vorhand wird immer besser.

ONETZ: 2. Spaziergang statt Torejagd: Hat das Wochenende ohne Fußball schon eine neue Struktur?

Turan Bafra: Ich habe eigentlich zwei linke Hände und bin handwerklich immer auf Hilfe angewiesen. Aber mittlerweile schaut unser Garten ganz gut aus, da habe ich viel Zeit investiert.

ONETZ: 3. Wann glauben Sie, dass Sie wieder bei einem Punktspiel auf dem Platz stehen?

Turan Bafra: Ich denke im September, da würde ich mich für den gesamten Amateurfußball freuen. Da die nächste Saison ja schon abgesagt ist, haben wir auch genügend Zeit, die aktuelle Spielzeit zu beenden.

ONETZ: 4. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Turan Bafra: Als Spieler war ich total fokussiert. Als Trainer gehe ich noch einmal in mich, lass mir alles noch einmal durch den Kopf gehen, sortiere meine Gedanken, damit ich für die Motivation meiner Spieler die richtigen Worte finde.

ONETZ: 5. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen?

Turan Bafra: Die aktuelle Handregel ist für mich mehr als fragwürdig. Wobei, gibt es da überhaupt eine Regelung? Ich verstehe das jedenfalls nicht mehr.

ONETZ: 6. Woher kommt Ihr Spitzname "Bobby"?

Turan Bafra: Ich bin nach meinem Opa benannt, der ebenfalls Turan hieß. Wir haben in Röslau im gleichen Haus gewohnt, und ich war nicht das bravste Kind. Immer wenn meine Mutter mit mir geschimpft hat, hat sich auch mein Opa angesprochen gefühlt. Da musste ein Spitzname her. Für meine Tante sah ich damals mit meiner Lockenpracht – ja, das ist heute nicht mehr vorstellbar – wie Bobby aus der Serie "Dallas" aus. Und schon hatte ich den Namen weg.

Elf Fragen mit Matthias Götz (SpVgg SV Weiden)

Amberg

ONETZ: 7. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Turan Bafra: Als Spieler ging's im Bus fast immer um den nächsten Gegner. Als Trainer habe ich meistens zwei, drei Spieler mit im Auto, die mich über Taktik und Aufstellung ausfragen wollen. Bei der Besprechung vor dem Spiel merken sie dann, dass doch alles ganz anders geplant ist (lacht).

ONETZ: 8. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Turan Bafra: April 1998. Ende der Landesliga-Saison, wir lagen mit dem TSV Thiersheim drei Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz und spielten daheim gegen den Letzten Lichtenfels. Zur Halbzeit stand's noch 0:0. In der Pause kam mein Bruder zu mir und sagte: "Felix Magath und die Nürnberger Scouts sind da. Wegen dir." Wir haben dann 7:0 gewonnen, und ich habe die ersten vier Treffer erzielt. Eine Woche später habe ich meinen Vertrag beim Club unterschrieben.

ONETZ: 9. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Turan Bafra: Ich bin hier geboren und aufgewachsen, dennoch beleidigen mich manche Idioten immer noch aufs Übelste. Das braucht's wirklich nicht. Sollen sie mich lieber "Blinder" rufen.

ONETZ: 10. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Turan Bafra: Ich war als Spieler und bin auch als Trainer für mein Temperament bekannt. Da musste ich reichlich wegen Meckerns einzahlen.

ONETZ: 11. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten, zu welchem überhaupt nicht gerne?

Turan Bafra: Als Spieler bin ich gerne zum 1. SC Feucht gefahren. Egal, ob mit Amberg, Weiden oder dem Club, da habe ich immer getroffen und würde wahrscheinlich heute mit 43 Jahren noch einen Freistoß versenken. Als Trainer hätte ich den TSV Tännesberg oder den TuS Schnaittenbach auch alleine nach Kemnath am Buchberg oder Schmidgaden schicken können. Da habe ich nie Punkte geholt und bin meistens noch mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Elf Fragen an Constantin Wedlich (SV Neusorg)

Neusorg

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