09.09.2021 - 17:12 Uhr
SchwarzenfeldSport

HSG im Haifischbecken: Fast die halbe Liga steigt ab

Kaum gestartet, war für die Handballer in der vergangenen Corona-Saison wieder Schluss. Auch die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld hoffen nun vorm Start in zwei Wochen auf eine einigermaßen sorgenfreie Spielzeit. Mit einem neuen Chef.

Die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld (dunkle Trikots) bei einem Spiel in Weiden im Jahr 2020. Nach dieser Saison stieg die HSG auf. Die darauffolgende Spielzeit wurde aber wegen Corona nach nur wenigen Wochen abgebrochen. In gut zwei Wochen geht es erneut los.
von Josef Maier Kontakt Profil

Sie konnten es nicht lassen. "Da muss ich meine Mädels schon mal loben", sagt Bernd Eckl. "Sie haben den kompletten Winter hindurch Videotraining gemacht." An der Einstellung seiner Spielerinnen hat der Trainer des Landesligisten nichts auszusetzen. Mittlerweile läuft das Videotraining einmal wöchentlich immer noch, seit Mai kommen zwei weitere Einheiten wöchentlich auf dem Platz oder in der Halle dazu. In gut zwei Wochen geht es in der Landesliga los. Die Kommandos gibt dann Eckl, der das Team seit dieser Saison als Trainer coacht. Karl Söllner hatte im Frühjahr aufgehört, auch ein bisschen frustriert durch die Corona-Saison, die früh abgebrochen wurde, wie der einstige TV-Spieler zugibt. "Die Motivation hat mir schon etwas gefehlt", sagt der Mann, der dreieinhalb Jahre die Verantwortung bei den Damen hatte.

"Der Kare war mit seiner Erfahrung natürlich die Ideallösung", sagt Eckl über seinen Freund. Er selbst war bei Söllner Co-Trainer und hat auch als Vorsitzender der HSG (zusammen mit dem Schwarzenfelder Christian Liebl) jede Menge zu tun. "Ich habe auch Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten geführt", erzählt Eckl. Daraus wurde dann nichts. Und so coacht der 46-Jährige jetzt selbst. Es gab zwar einige Veränderungen in der Mannschaft, als großen Umbruch mag Eckl das aber nicht bezeichnen. Die Spielerinnen würden hervorragend mitziehen. "Es sind immer 14,15 Spielerinnen im Training", freut er sich über den Eifer. Testspiele gegen die Bezirksoberligisten HC Weiden und den HV Oberviechtach wurden gewonnen.

Zwei A-Jugendliche im Team

Zwar gehören mit Tanja Söllner (Karriereende), Kerstin Schill, Kerstin Weh und den Spitzner-Schwestern Lorena und Vanessa fünf Spielerinnen nicht mehr zum Team, allerdings gibt es auch Nachschub. Mit Maja Müller und Klaudia Mrvechkova stehen zwei Jugendspielerinnen im Senioren-Kader. Eckl: "Sie machen sich sehr gut." Anna-Lena Hornauer kommt von der HSG Naabtal, Christina Vogel aus Wackersdorf. Stefanie Senft (Pause) spielt auch wieder. Nach einer Kreuzbandverletzung zurück kommt Anja Hirschmann, auch Marit Linzner greift wieder ein. Ob allerdings Teresa Stubenvoll nach ihrem Kreuzbandriss wieder spielen kann, steht weiterhin nicht fest.

Wegen der immer noch angespannten Corona-Lage hat der Verband die Landesligen in drei Spielklassen eingeteilt, auch um bei etwaigen Quarantänemaßnahmen. Einen Zeitpuffer für die Austragung der Spiele zu haben. Neun Teams sind in der Liga. Die HSG startet mit einem Heimspiel gegen den TSV Wendelstein am Samstag, 25. September, in die Runde. Gespielt wird ausschließlich im Sportpark Schwarzenfeld. In der Nabburger Gymnasiumhalle gibt es in der Corona-Zeit keine Duschmöglichkeiten.

Ganz harte Abstiegsregelung

"Natürlich ist nur der Klassenerhalt das Ziel", sagt Eckl, der etwas kopfschüttelnd auf die geplante Abstiegregelung hinweist: "Die letzten vier Teams steigen ab, der Fünftletzte geht in die Relegation." Die meisten Gegner sind auch aus früheren Spielen nicht bekannt. Es geht unter anderem gegen Altötting, Landshut oder Ingolstadt. Die Spielerinnen lernen jetzt auch mal andere Gegner und Hallen kennen. Interessieren dürfte sie das wenig. Auch sie wollen wohl nur einigermaßen durch die nächste Corona-Saison kommen.

Die HSG-Damen und ihre Vorbereitung auf die vergangene Saison

Nabburg
Bernd Eckl ist jetzt Trainer der Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.