10.11.2021 - 12:36 Uhr
Sulzbach-RosenbergSport

Kein Wort zum Sport: Handballerin Corina Schießl

Die Spielerin des Handball-Landesligisten HC Sulzbach verrät in unserer Rubrik, weshalb sie gerne auf ein Treffen mit einem Promi verzichtet und warum sie auf Campingplätzen die Krise bekommt.

Sonne, Meer – und ein Glas Sekt: Corina Schießl an ihrem 25. Geburtstag im Urlaub in Porec/Kroatien.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Der Papa war selbst Spieler und später Trainer, der Bruder spielte ebenfalls, und die Mama war bei jedem Spiel mit dem „Versorgungspaket“ dabei. „Handball war in unserer Familie Leidenschaft“, erzählt Corina Schießl, die schon früh mit dem Handballspielen beim HC Städtedreieck begann. Aufgewachsen in Pottenstetten (Kreis Schwandorf) „inmitten von Wäldern und Wiesen am Waldrand“ zweifelte sie erstmal, ob „ich überhaupt in der Lage bin, aus dem Dorf wegzugehen“.

Sie schaffte es, studierte in Nürnberg und wohnt seit knapp zwei Jahren in Regensburg, wo die 25-Jährige im Marketing bei der Firma Siemens für Produktkommunikation zuständig ist, dabei Webseiten, Videos und Social-Media-Kampanien erstellt. Schon vor einem Jahr wollte HC Trainer Martin Feldbauer die auf Rückraum-Rechts spielende Linkshänderin vom ESV Regensburg zum Landesligisten nach Sulzbach holen. Damals lehnte sie mit dem Hinweis auf die langen Fahrten zum Training ab. Vor der aktuellen Saison sagte sie dann doch zu. Und bereute es nicht. „Es gefällt mir so gut, da pendle ich sogar nach Sulzbach.“

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Corina Schießl: Genau dort, wo ich gerade lebe: Am Stadtrand von Regensburg, drei Kilometer vom Ortskern entfernt. Es ist grün, und ich bin trotzdem schnell im Geschehen. Dort fühle ich mich wohl. Weiter weg wäre nichts für mich.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Corina Schießl: Als ich ungefähr acht Jahre alt war, gab es die Clique „Die Wilden Hühner“, das Pendant zu den „Wilden Kerlen“. Die Anführerin war „Sprotte“ mit den roten Locken. Sie fand ich immer besonders toll. So wäre ich auch gerne gewesen. Und ihren Freund Fred fand ich auch besonders cool (lacht).

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Corina Schießl: Fällt mir jetzt keiner spontan ein, wo ich sage „oh ja unbedingt“. Ich habe eigentlich kein Interesse daran, mit einem bestimmten Promi Kaffee zu trinken. Ich würde lieber mit Freunden spontan Kaffee trinken können, die ich viel zu selten sehe.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Corina Schießl: Ich bin generell selten in der Lage, zu Nachspeisen „nein“ zu sagen, egal ob es um Chips, Gummibärchen oder Schokolade geht. Besonders Tiramisu und Schoko-Lava-Kuchen stehen hoch im Kurs. In meinem Freundeskreis ist bekannt, dass es in meiner Küche immer alles gibt.

ONETZ: Welche App darf auf Ihrem Smartphone auf keinen Fall fehlen?

Corina Schießl: Die „Bird“-App für E-Scooter. Ich nutze die Scooter in der Stadt echt oft und auch deutlich lieber als das Rad. Was genauso nicht fehlen darf, ist „Shazam“, eine Musikerkennungs-App. Ich liebe Musik - die läuft eigentlich ständig bei mir und ich bin auch immer auf der Suche nach Neuem. Egal, wo ich gerade unterwegs bin. Es kann schon mal passieren, dass ich mit ausgestrecktem Arm durch einen Laden laufe und das Handy an die Decke zu den Musikboxen halte.

ONETZ: Zum Frühstück brauche ich unbedingt ...

Corina Schießl: Kaffee muss definitiv sein, ohne funktioniert es gar nicht. Die Maschine wird am Vortag programmiert, der läuft dann schon durch. Und wenn es etwas zum Essen gibt, dann nur eines: Himbeermarmeladen-Toast.

ONETZ: Hotel oder Campingplatz? Berge oder Meer? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Corina Schießl: Ich würde gerne sagen können, dass ich einfach ohne viel Zeug Urlaub mache. Die Realität sieht aber anders aus: Ich liebe Hotelurlaube. Und ich kriege die Krise, wenn ich in einem Zelt auf einem Campingplatz bin. Im Hotel bin ich definitiv besser aufgehoben. Ich möchte weder auf Berge noch auf Meer verzichten. Ich finde beides unheimlich schön. Gerne aber auch Städtereisen. Das nächste Mal soll es nach Amsterdam gehen.

ONETZ: Wenn diese Sendung im Fernseher läuft, lasse ich alles liegen und stehen …

Corina Schießl: Ich schaue nur ganz, ganz wenig. Was ich aber liebe, ist die Serie „Gossip Girl“. Die habe ich von Staffel eins bis sechs auch schon zweimal durch. Hin und wieder gibt es auch den „Tatort“-Sonntag.

ONETZ: Angenommen, Sie sind für einen Tag Bundeskanzlerin. Was ist Ihre erste Amtshandlung?

Corina Schießl: Ich würde das Amt direkt weitergeben an jemanden, der mehr Ahnung hat. An jemanden aus meiner Umgebung, dessen politische Meinung ich schätze und dem ich da mehr zutraue. Mein Bruder wäre da ein Kandidat.

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, welches wäre das?

Corina Schießl: Wenn es etwas Fiktives sein darf, würde ich gerne fliegen können. Ich stelle mir das sehr befreiend vor. Auf gar keinen Fall würde ich Gedanken lesen wollen (lacht). Und wenn es ein reales Talent sein soll, würde ich gerne das Eins-gegen-Eins beim Handball können (lacht).

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Corina Schießl: Den einen großen Traum habe ich jetzt nicht. Materiell gesehen hätte ich echt gerne einen Whirlpool und eine Sauna. Da beides derzeit aber fehlt, nutze ich das gerne mal bei meiner Freundin und Mitspielerin Tamy.

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