05.09.2021 - 20:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Bezirksliga Nord: Keine Treffer im Derby zwischen dem SV Etzenricht und dem SC Luhe-Wildenau

Große Kulisse, große Erwartungen, wenige Chancen, keine Tore: So lässt sich das Nachbarduell in Etzenricht kurz zusammenfassen. An der Tabellenspitze ist alles angerichtet für ein echtes Topspiel am kommenden Wochenende.

Chancen waren beim Derby SV Etzenricht gegen SC Luhe-Wildenau absolute Mangelware. Hier die einzige Gelegenheit der Gäste kurz nach der Pause. Geitner (Mitte) versucht einen Seitfallzieher, wird dabei von den SClern Zawal (links) und Bartosch (rechts) flankiert, Etzenrichts Kapitän Koppmann kommt einen Moment zu spät.
von Sebastian SchellProfil

Die SpVgg Pfreimd bleibt der Spitzenreiter in der Bezirksliga Nord, musste sich ihrer Haut aber hart mit einem 1:0-Sieg in Vohenstrauß erwehren. Die SV Grafenwöhr bleibt nach dem 2:1 gegen den FC Wernberg aber dicht auf den Fersen. Somit ist alles angerichtet für das direkte Duell der beiden Führenden am nächsten Spieltag. Nicht richtig von der Stelle kommen der SV Etzenricht und der SC Luhe-Wildenau. Im Nachbarderby zwischen trennten sich die „Remis-Könige“ der Liga leistungsgerecht torlos.

SV Etzenricht – SC Luhe-Wildenau 0:0

Die Erwartungen in beiden Lagern waren im Vorfeld des Derbys groß. Auch die Kulisse war mit 460 Zuschauern bei herrlichen Fußballwetter erwartungsfroh, musste sich aber am Ende mit einem torlosen Unentschieden zufriedengeben. Das vierte (FCE) beziehungsweise fünfte Remis (SCL) dieser Spielzeit ist für beide Kontrahenten weder Fisch noch Fleisch und lässt den Kontakt nach ganz vorne erstmal abreißen. Im gesamten Spielverlauf neutralisierten sich zwei taktisch gut eingestellte Mannschaften. Die beste Chance hatte Fabian Kunz nach bereits knapp zehn Minuten für die Heimelf. Kunz verpasste aber knapp. Der gegenseitige Respekt, aber auch das Wissen um die jeweiligen Stärken ließ das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen abspielen und Chancen bleiben bis zur Pause Mangelware. Nach dem Seitenwechsel war es der Sportclub aus Luhe-Wildenau, der nach einer Kombination durch Fabian Geitner die beste Gelegenheit zum Führungstreffer hatte. In der Schlussphase versuchten beide Teams noch den Siegtreffer zu setzen, ließen aber die letzte Konsequenz vermissen. So stehen die beiden Nachbarvereine auch nach neun Spieltagen bei erst einer Saisonniederlage im Tabellenmittelfeld.

SR: Maximilian Großmann – Zuschauer: 460

TSV Detag Wernberg – SV Hahnbach 1:2 (1:1)

Mit einer ärgerlichen und unglücklichen 1:2-Heimniederlage gegen den favorisierten SV Hahnbach verpasste es der TSV Detag Wernberg sich von der gefährdeten Zone etwas abzusetzen. Diese Niederlage hatten die "Lila-weißen" aufgrund ihrer beherzten Vorstellung, auch in vierzigminütiger Unterzahl, nicht verdient. Detag kam gut ins Spiel und ging bereits in der 4.Minute in Führung, als Thimo Luff auf und davon war und Edi Lenz bediente, der dem SV-Keeper aus zehn Metern keine Chance ließ. Und der TSV hätte nachlegen können (16.), aber Hahnbachs Torwart Jakob Wismet fischte Thimo Luff im letzten Moment den Ball vom Fuß. Bis zur Pause war die Partie ausgeglichen. Der Ausgleich gelang den Gästen, als in einer Situation im TSV-Strafraum das Spielgerät nicht weit genug geklärt wurde und Michael Hirschmann mit einem Sonntagsschuss in den Winkel traf. Eine Schlüsselszene ereignete sich fünf Minuten nach Wiederbeginn, als Dominik Häffner nach einem Allerweltsfoul mit Gelb/rot vom Platz musste. Hahnbach war jetzt überlegen, aber auch Wernberg setzte immer wieder Nadelstiche. Als alle bereits mit einem Remis rechneten, erzielte Plach in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Gäste.

Tore: 1:0 (4.) Eduard Lenz, 1:1 (37.) Michael Hirschmann, 1:2 (92.) Manuel Plach – SR: Joshua Koriath (FC Rosenhof-Wolfskofen) – Zuschauer: 150 – Gelb-Rot: (51.) Dominik Häffner (Detag)

SV Raigering – FC OVI-Teunz 4:1 (2:1)

Mühevoller als das Ergebnis esaussagt, war der Sieg der Panduren.Trotz des deutlichen Sieges waren die Männer um Coach Binner nicht immer Herr der Lage. Trotz eines Hochkaräters in der Anfangsphase von Nikolai Seidel gingen die Gäste nach einem Foulelfmeter durch Augustin in Führung. Der SVR war nicht geschockt und konnte ebenfalls durch einen Foulelfmeter durch Egerer ausgleichen. Noch vor der Pause gelang Haller nach einer Ecke per Kopf der Führungstreffer. Nach dem Pausentee sahen die Zuschauer ein zerfahrenes Spiel. OVI hatte in dieser Phase die ein oder andere Ausgleichsmöglichkeit, traf nach einem 30 Meter-Schuss auch den Außenpfosten, bevor wiederum Egerer nach einem Foul an Stauber die Führung zum 3:1 ausbauen konnte. Die Partie war damit entschieden. In der Schlussminute machte Bastian Jokiel mit seinem ersten Treffer im Herrenbereich den Deckel drauf.

Tore: 0:1 (13./ Foulelfmeter) Daniel Augustin, 1:1 (31./Foulelfmeter) Alexander Egerer, 2:1 (38.) Florian Haller, 3:1 (84./Foulelfmeter) Alexander Egerer, 4:1 (90.) Bastian Jokiel - SR: Michael Sperger - Zuschauer: 170

SpVgg Vohenstrauß – SpVgg Pfreimd 0:1 (0:0)

Eine dramatische Partie sahen die zahlreichen Zuschauer am Sonntag in Vohenstrauß. Mit einem Tor in der letzten Minute der Nachspielzeit entführte der Spitzenreiter glücklich die Punkte. Die auf gutem Niveau stehende Partie begann zunächst verhalten. Beide Abwehrreihen standen sicher, der Heimelf gelang es, die beste Offensive der Liga in Schach zu halten. So blieben klare Möglichkeiten in den ersten 30 Minuten Mangelware. In der Schlussphase der ersten Hälfe vergaben beide Teams die Chance zur Führung, als Jonas Fritsch auf Seiten der Gastgeber eine flache Bergmann-Hereingabe aus acht Metern über das Tor schoss und Brendel für Pfreimd ebenfalls aus kurzer Distanz am gut aufgelegten TW Kummer scheiterte. So ging es torlos in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel deutlich an Fahrt auf. Beide Teams agierten nun wesentlich offensiver. Zunächst waren die Gäste dabei optisch überlegen, ab Mitte der zweiten Hälfte nahm die Heimelf das Zepter zunehmend in die Hand und drängte auf die Führung. Beste Chancen durch Pfab und vor allem Ertl, der den Torwart bereits umspielt hatte und dann aus kurzer Distanz am Pfosten scheiterte, blieben allerdings ungenutzt. Pfreimd versteckte sich keineswegs und lauerte auf seine Chance. In der Nachspielzeit waren die Gäste nochmals am Drücker. Zunächst verfehlte ein Dropkick von Herzog das Tor knapp, in letzter Sekunde verpasste es Vohenstrauß, den Ball zu klären und Mischinger gelang sehenswert per Schlenzer in den Torwinkel der Lucky Punch.

Tore: 0:1 (90.) Max Mischinger – SR: Matthias Schoierer – Zuschauer: 250

SV Schwarzhofen – SV Kulmain 4:0 (2:0)

Überraschend klar mit 4:0 gewann der SV Schwarzhofen das Mittelfeldduell der Bezirksliga Nord gegen den SV Kulmain. War die Anfangsphase noch ausgeglichen und bei den Spielanteilen gleichmäßig verteilt, war das 1:0 für Schwarzhofen nach 28 Minuten der Dosenöffner. „Wir sind ein wenig behäbig reingekommen, danach waren wir aber in allen Belangen überlegen. Das 4:0 ist verdient, wir hätten sogar noch höher gewinnen können,“ analysierte Schwarzhofens Coach Michael Hartlich. In der Folge sorgte vor allem der Doppelpack von Martin Weiß vor und nach der Pause dafür, das Kulmain jeglichen Widerstand aufgeben ließ. Am Ende setzte Andreas Schächerer per Elfmeter den Deckel auf die Partie und für den Endstand für 4:0 Der SVS konnte damit den SV Kulmain in der Tabelle überholen und sich auf Rang acht verbessern.

Tore: 1:0 (28.) Christoph Gietl, 2:0/3:0 (39./63.) Martin Weiß, 4:0 (85./Foulelfmeter) Andreas Schächerer– SR: Philipp Stuiber – Zuschauer: 150

SpVgg Schirmitz – SpVgg Weiden II 2:2 (2:1)

„Florianstag“ auf dem Sportgelände der SpVgg Schirmitz am Sonntagnachmittag. Weniger die Feuerwehr, sondern eher die beiden Hauptakteure Florian Krapf auf Seiten der SpVgg Schirmitz und Florian Reich bei der zweiten Mannschaft der SpVgg SV Weiden standen im Mittelpunkt, des Derbies in der Bezirksliga Nord. Grundsätzlich war die SpVgg Schirmitz mehr am Drücker, kassierte aber kurz vor der Pause durch Reich den ersten Nackenschlag, weil sich die Wasserwerkreserve effektiv zeigte. Schirmitz drehte aber kurz nach dem Wechsel die Partie. Krapf verwertete zwei der vielen Chancen in dieser Phase zur Führung. Nur vier Zeigerumdrehungen nach dem Führungstreffer musste Kormann auf Seiten der Heimelf wegen wiederholten Foulspieles den Platz verlassen. Dennoch hatte Phillip Horn nur wenig später bei einem Konter alleine vor Torwart Fischer den Ausgleich auf dem Fuß. Und so gehörte der Schlussakkord Florian Reich, der mit einem abgefälschten Schuss in der 94. Minute den Ausgleich herstellte.

Tore: 0:1 (42.) Florian Reich, 1:1 (48.) Florian Krapf, 2:1 (62.) Florian Krapf 2:2 (90. +4) Florian Reich – SR: Vinod Dhanraj – Zuschauer: 200 – Gelb-Rot: (72.) Benedikt Kormann (Schirmitz)

SV Grafenwöhr – FC Wernberg 2:1 (1:1)

Erneut konnte die Elf von Martin Kratzer die Punkte am heimischen Sportpark behalten. Grafenwöhr versuchte von Anfang an dem Spiel den Stempel aufzudrücken, was phasenweise sehr gut gelang. Eine sehr offene Abwehrreihe der Gäste ermöglichte dem Grafenwöhrer Angriff viele Chancen. Der zeigte auch gleich, was es kann. Nach 19 Minuten durfte die SVG um Kapitän Christopher Fleischmann das erste Mal jubeln. Reiß steckte auf Dubois durch, welcher sich gekonnt an der Außenlinie durchsetzte, den Ball nach innen flankte und Bytomski zur Führung abstaubte. Im weiteren Spielverlauf des ersten Abschnitts passierte nicht mehr viel, nur die Gäste meldeten sich zu Wort: Als der Grafenwöhrer Abwehrverbund scheinbar schon in der Kabine weilte, erzielte Andreas Herzog mit dem Pausenpfiff den Ausgleich. Der zweite Abschnitt verlief wie der erste. Grafenwöhr übernahm das Kommando, tat sich aber schwer gegen teils tief stehende Wernberger. Erst in der 72. Minute war der Bann gebrochen. Nach einer Ecke fiel das Spielgerät Bytomski vor die Füße, der in Stürmermanier zum 2:1 einnetzte. Wernberg versuchte in den Schlussminuten alles, um den Ausgleich zu erzielen, der Ausgleichstreffer wollte aber nicht mehr fallen. SVG-Trainer Martin Kratzer war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: "Die Trainingssituation diese Woche war sehr schwer handzuhaben. Wir haben dennoch als Mannschaft gut gearbeitet und verdient die Punkte am Sportpark behalten. Jetzt gilt unser Fokus dem Spitzenspiel gegen die SpVgg Pfreimd."

Tore: 1:0 (19.) Patryk Bytomski, 1:1 (45.+3) Andreas Lorenz, 2:1 (72.) Patryk Bytomski – SR: Sebastian Diesel – Zuschauer: 222

Kurz vor Ende der Transferperiode hat die SpVgg SV Weiden Torhüter Michael Heisig vom FC Amberg verpflichtet

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