12.11.2020 - 07:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kein Wort zum Sport: Thomas Sparrer (1. Vorsitzender Yachtclub Weiden)

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Thomas Sparrer vom Yachtclub Weiden, wem er nicht widerstehen kann, warum Fußball für ihn kein Thema ist und dass seine Fehler schon länger zurückliegen.

Thomas Sparrer.
von Josef Maier Kontakt Profil

In diesem Jahr hat er 50-Jähriges. "So lange segle ich schon", sagt Thomas Sparrer. Mit acht Jahren begann er als kleiner Bub beim Jollensegeln. "Wir waren damals immer an einem Campingplatz am Süßenloher Weiher in Altenstadt." Er stammt ohnehin aus einer segelbegeisterten Familie, da war klar, was das Hobby des kleinen Thomas werden würde. Im Jahr 1978 war er sogar einmal bayerischer Jugendmeister in der 420-er Klasse. Seit März 2012 ist Sparrer erster Vorsitzender des Yachtclubs Weiden, der mittlerweile etwa 340 Mitglieder zählt. Der Brückelsee bei Wackersdorf, schon lange Jahre das Revier der Weidener, ist längst sein zweites Zuhause geworden. Zwei Mal im Jahr zieht es ihn auch in die Karibik. Dort hält er bei der Karibik-Trophy oder der Antigua-Sailing-Week immer Kurs. Sparrer hat in Weiden das Kepler-Gymnasium besucht und zunächst Landschaftsgärtner gelernt. Nach dem Fachabitur studierte er an der FH Nürnberg Werkstoffkunde. Der 58-jährige Ingenieur arbeitet bei Seltmann in Weiden.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Thomas Sparrer: In Weiden natürlich. Die Stadt ist groß genug, ich brauche keine größere Stadt. Ich will auch nicht aufs Dorf. Was mir aber in Weiden fehlt, ist Wasser am Haus in Form von Fluss oder See. Aber bevor ich nun mein Haus an den Brückelsee schaffe, würde ich lieber den Brückelsee nach Weiden schaffen.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Thomas Sparrer: Technik und die Informationstechnologie. Das mit der IT habe ich schon im Studium gemerkt. Bei mir gilt schon der Grundsatz: "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör." Ich bin auch konsequent, aber trotzdem offen für gute Ratschläge. Und für mich zählt einfach Teamarbeit.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Thomas Sparrer: An meinem 17. Geburtstag hatte ich einen Mopedunfall und habe mir das Bein gebrochen, im Sommer lag ich fünf Wochen im Krankenhaus. Zum 18. Geburtstag musste ich wieder ins Krankenhaus, zur Materialentfernung. Ich hatte auch noch zwei Auffahrunfälle. Wer aber jetzt glaubt, ich würde riskant fahren, irrt. Ich fahre dynamisch.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Thomas Sparrer: Ich wollte immer ein Indianer sein. Naturverbunden, so ähnlich wie Winnetou, das war mein Traum. An Fasching war ich immer ein Indianer, nie ein Cowboy.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Thomas Sparrer: Ich war ein sehr braver und schüchterner Schüler. An Streiche kann ich mich nicht erinnern. Später habe ich nach dem Minimalprinzip studiert. Einer meiner Professoren hat mich erst bei der Abschiedsfeier das erste Mal persönlich gesehen.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Thomas Sparrer: Vielleicht mal mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie habe ich schon mal vor etlichen Jahren, als sie für Edmund Stoiber Wahlkampf machte, bei einem Besuch durch die Firma Seltmann geführt. Vielleicht kann man das mit dem Kaffee mal nachholen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Thomas Sparrer: "Das geht nicht." Es geht alles, man muss es nur wollen. Den Satz höre ich in letzter Zeit aber nicht mehr so oft.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Thomas Sparrer: Beim Segeln gibt es keine Siegprämien. Bei Regatten in der Karibik gibt es vielleicht mal Wimpel. Von meinem ersten Gehalt als Ferienarbeiter habe ich mir eine Stereoanlage gekauft. Von meinem ersten Gehalt als Ingenieur eine bessere Stereoanlage.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Thomas Sparrer: Tiramisu oder Mousse au Chocolat. Ich versuche ja, kohlehydratfrei zu leben, aber bei den beiden Nachspeisen werde ich schwach.

Unterwegs mit dem Yachtclub Weiden

Weiden in der Oberpfalz

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Thomas Sparrer: Science Fiction schaue ich gerne. Das ist Inspiration für mich, das kurbelt die Phantasie an. Für Dokus bin ich auch zu haben. Naturdokus oder Technikdokus. Alltags-Soaps mag ich gar nicht. Und auch Fußball schaue ich nicht. Ich freue mich, wenn die Bayern gewinnen, aber ich schaue allerhöchstens mal fünf Minuten rein.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Thomas Sparrer: Zeit mit meiner Partnerin zu verbringen, oder mit meiner Partnerin zu sporteln. Auch die Zeit danach genießen wir, beispielsweise mit Saunagängen.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Thomas Sparrer: die oben genannten Fehler gerne vermeiden. Beim Beruf und dem Hobby Segeln hätte ich alles so gemacht. Aber, naja, vielleicht würde ich auch eine IT-Firma gründen.

Letzte Woche bei "Kein Wort zum Sport":

Nabburg
Der Yachtclub Weiden hat am Brückelsee bei Wackersdorf seine Heimat.

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