05.06.2020 - 16:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kommentar: Dribbling zu mehr Normalität

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Urplötzlich steht der Basketballsport im Fokus. Wenn das Final-10-Turnier um den nationalen Titel ein Erfolg wird, könnte dies in der Coronakrise als Vorbildfunktion für den Profisport dienen, meint Sport-Ressortleiter Alfred Schwarzmeier.

Volltreffer? Das Basketballturnier um die deutsche Meisterschaft könnte eine Signalwirkung haben für andere Sportarten im Profisport.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil
Kommentar

Die Wucht der Corona-Pandemie lässt hierzulande spürbar nach. Mit dieser positiven Entwicklung einher geht der Wunsch vieler Menschen nach Normalität. Die Sehnsucht, zu den Gepflogenheiten vor der Krise zurückzukehren, ist groß. Auch im Sport.

Die Fußball-Bundesligen haben auf dem langen Weg zurück zu gewohnten Mechanismen den Anfang gemacht. Mahner und Warner haben bislang nicht Recht behalten. Das aufwändige und rigorose Hygienekonzept greift. Und zwar besser als erwartet. Trainer, Funktionäre und Spieler verhalten sich diszipliniert, Ausreißer wie der unbesonnene Zahnpastakauf von Augsburg-Coach Heiko Herrlich sind die große Ausnahme.

Ob das System streng regulierter Geisterspiele auf andere Sportarten zu übertragen ist, wird sich in diesen Tagen zeigen. Die Basketballer ermitteln bis 28. Juni im Turniermodus ihren Deutschen Meister. Wie im Fußball schaut das Ausland auf den deutschen Sport. Sogar die US-Megaliga NBA wird in Hinblick auf ihren geplanten Re-Start im Juli interessiert verfolgen, ob sich das Coronavirus ausdribbeln lässt.

Sollte das Final-10-Turnier der Basketballer durchschlagenden Erfolg haben, könnte davon eine Signalwirkung ausgehen. Der Profisport insgesamt dürfte sich ermutigt fühlen, die Rückkehr zur Normalität zu forcieren. Kann von dem Rückenwind womöglich auch der Amateursport profitieren? Das muss sich zeigen. Tausende von bayerischen Fußballvereinen warten sehnlichst auf grünes Licht durch die Politik.

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