25.07.2021 - 22:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kulmain erwischt Sportclub auf falschem Fuß

Sie sind die Stehaufmännchen der Bezirksliga Nord: Nach der Auftaktniederlage prophezeiten alle den Kulmainern wieder mal eine schwere Saison. Doch Luhe-Wildenau weiß jetzt, was diesen SVK ausmacht. Etzenricht startet derweil optimal.

Thomas Lorenz (vorne Mitte) vom SC Luhe-Wildenau und der Kulmainer Andreas Ditschek im Kopfballduell. Die Kulmainer siegten überraschend beim Sportclub.
von Externer BeitragProfil

TSV Detag Wernberg - SV Schwarzhofen 0:1 (0:0)

(lfj) Dem Überraschungssieg von Schlicht folgte im ersten Heimspiel die Ernüchterung. Gegen die Gäste von der Schwarzach fanden die Köblitzer nicht so recht ins Spiel, so dass sie verdient mit 0:1 verloren. Unglücklich war allerdings, dass der entscheidende Treffer erst in der Nachspielzeit und zudem aus stark abseitsverdächtiger Position des Passgebers fiel. Der erste Durchgang verlief recht ausgeglichen. Trotz gutem Tempos kamen beide Teams kaum zu Chancen, lediglich Lukas Weiß tauchte nach einem Bock in der TSV-Abwehr alleine vor Detag-Keeper Moritz Plößl auf. Detag wirkte in seinen Aktionen zu überhastet. Im zweiten Abschnitt deuteten die Gäste an, dass sie alle drei Punkte mitnehmen wollten. Martin Weiß scheiterte an Plößl (49.), auf der Gegenseite vergab Simon Polster (53.) die einzige nennenswerte Chance der Köblitzer, die ab dem Strafraum zu ungefährlich agierten. In den letzten 20Minuten setzte Schwarzhofen mehrere schnelle Konter. In der Nachspielzeit (92.) haderten die "Lila-Weißen" noch mit einer Abstoßentscheidung, als der Gästekonter lief. Christoph Gietl wurde in sehr wahrscheinlicher Abseitsposition steil geschickt, seinen Querpass brachte Maximilian Lennert zum umjubelten Siegtreffer im Netz unter.

Tor: 0:1 (92.) Maximilian Lennert - SR: Andreas Stolorz (DJK Irchenrieth) - Zuschauer: 150.

SC Luhe-Wildenau - SV Kulmain 0:2 (0:1)

Der SV Kulmain erwischte den SC Luhe-Wildenau auf dem falschen Fuß und ging bereits nach zwei Minuten in Führung. Bei einem langen Freistoßball fehlte die Zuordnung in der SC-Defensive, das Leder wurde von Pusiak per Kopf ins Tor verlängert. Danach entwickelte sich ein zweikampfbetontes Spiel mit kaum Spielfluss, insgesamt wenigen Torchancen und immer wieder kleinen Fouls. Luhe-Wildenau hatte viel Ballbesitz, aber nach vorne keine Ideen und Torgefahr. Kulmain verteidigte clever und setzte immer wieder Nadelstiche in Form von Kontern, die jedoch unsauber zu Ende gespielt wurden. SC-Trainer Roland Rittner reagiert Anfang der zweiten Hälfte und brachte innerhalb kurzer Zeit vier neue Spieler. Kulmain stand defensiv aber weiter kompakt, die hohen Bälle der Platzherren fanden vorne keine Abnehmer. Kurz vor Ende dann die endgültige Entscheidung: Gästespieler Maximilian Kuhbandner kam nach einem Zweikampf im SC-Strafraum zu Fall und Florian Greger verwandelte sicher zum 2:0-Endstand.

Tore: 0:1 (5.) Nico Pusiak, 0:2 (90.+2/Foulelfmeter) Florian Greger – SR: David Seefried (ASV Cham) –Zuschauer: 240

SV Etzenricht - SpVgg Vohenstrauß 5:1 (4:1)

(war) Für die gastgebende Wendl-Elf war dieses Traumergebnis der erste Auftritt in der Bezirksligaserie, Aufsteiger SpVgg Vohenstrauß relativierte den Auftaktsieg gegen die stark einzuschätzenden Panduren aus Raigering. „Ich hätte mir was anderes erhofft, die ersten 25 bis 30 Minuten sind wir spielerisch gut aufgetreten, am Ende sehe ich einen Lernprozess wir haben die Gegentore zu leicht hingenommen, waren beim passen zu langsam und haben die falschen Laufwege genommen, so dass Etzenricht verdient gewonnen hat“. Seine Aussage zum anfänglichen Spielverlauf war trotz der Torfolge nicht verkehrt, denn Röschs auf sieben Positionen veränderte Startformation spielte zu Beginn munter mit und kam zu zwei guten Gelegenheiten. „Der Neuling ist überraschend offensiv aufgetreten und hat uns bei den zweiten Bällen Probleme auf den engen Räumen bereitet, uns gezwungen lange Bälle zu schlagen“, analysierte Andy Wendl. „Ich sah zunächst fast nur Kontersituationen für uns“. Diese hatten es aber in sich und waren in der erfolgreichen Umsetzung kaum zu überbieten. Ohne die etatmäßigen und verletzten Torjäger Martin Pasieke und Hanse Pötzl inszenierte der SVE schnelle und wohl überlegte Angriffe über die Flügel. Wechselweise betätigten sich die Torschützen Fabian Kunz (2), Klaus Moucha und Christian Ermer als Vorbereiter oder Vollender, über den rechten Flügel sorgte Lukas Riebel für Geschwindigkeit und Druck.

Tore: 1:0, 2:0 (2./20. Min.) Fabian Kunz, 3:0 (29.) Klaus Moucha, 4:0 (31.) Christian Ermer, 4:1 (33.) Tomas Gita, 5:1 (77.) Christian Ermer – SR: Markus Holtmann (Bach) – Zuschauer: 190

SpVgg Schirmitz - DJK Ensdorf 2:0

(dur) Im ersten Heimspiel der neuen Saison hat die Schirmitzer Truppe von Trainer Josef Dütsch mit einem verdienten 2:0 gegen die DJK Ensdorf den ersten Dreier eingefahren. Nach der langen Corona-Pause wussten beide Mannschaften noch nicht so recht, wo sie stehen. Schirmitz übernahm aber sofort das Kommando und hatte die ersten guten Möglichkeiten. So steuerte Marcel Kargus gleich alleine auf das DJK-Tor zu, schloss aber viel zu harmlos ab. Besser machten es die SpVgg-Akteure in der 12. Minute, als Sebastian Dütsch einen Freistoß hoch vor das gegnerische Tor zirkelte, Benedikt Kormann mit dem Kopf zur Stelle war und das 1:0 für die SpVgg markierte. Bei einem Kopfball von Philipp Horn zeigte der Ensdorfer Keeper Daniel Fröhlich danach seine Klasse. Im zweiten Spielabschnitt hätte Gästestürmer Julian Trager bei zwei Großchancen den Ausgleich erzielen können. Doch er bleib genauso erfolglos wie seine Mitstreiter, die meist nur bis zum Strafraum kamen oder von SpVgg-Neuzugang Michael Schön im Tor abgefangen wurden. In der 74. Minute fiel das erlösende 2:0 für die SpVgg, als Abwehrspieler Benedikt Sehr bei einem Gewühl vor dem DJK-Gehäuse das Leder über die Linie brachte.

Tore: 1:0 (12.) Benedikt Kormann, 2:0 (74.) Benedikt Sehr - SR: Maximilian Baier (VfR Regensburg) - Zuschauer: 100

SpVgg SV Weiden II - FC Wernberg 1:4 (0:0)

(mr) "Die haben eine wirklich gute Spielanlage." Michael Riester, Coach der SpVgg-SV-Reserve lobte nach der Niederlage den Gegner aus Wernberg. "Der FC hat verdient gewonnen. Wir sind da einfach in manchen Phasen noch zu grün." Dennoch zeigte seine junge Garde enormen Einsatz. Im Grunde verloren die Gastgeber die Partie in den zehn Minuten nach der Pause. Julian Brünsch hatte einen klasse Sololauf durch die Gästeabwehr gestartet, vor FC-Torwart Noah Schmid versagten ihm aber die Nerven. Im Gegenzug zeigte Sebastian Preißer, wie es geht, und brachte Wernberg mit 1:0 in Führung. Ehe sich die Gastgeber sortierten, legte der FC das zweite und dritte Tor nach. Nach dem Anschlusstreffer hatten die Gastgeber zwei tolle Kopfballmöglichkeiten, die FC-Keeper Schmidt entschärfte. Die SpVgg SV probierte noch einmal alles, doch beim vierten Tor zeigten die Gäste einmal mehr, wie abgezockt sie mittlerweile sind.

Tore: 0:1 (47.) Sebastian Preißer, 0:2 (52.) Johannes Wesnitzer, 0:3 (56.) Sebastian Ebenburger, 1:1 (77./Eigentor) Maximilian Schatz, 1:4 (81.) Christoph Lindner - SR: Fabian Kussinger (TV Waldmünchen) - Zuschauer: 150

FC OVI-Teunz - SpVgg Pfreimd 0:2 (0:1)

(aho) Die ohnehin verletzungsgeplagte Elf des FC OVI-Teunz musste gegen die SpVgg Pfreimd erneut auf einen weiteren Stammspieler verzichten. Daniel Kellner fiel aus und vergrößerte so die Sorgen des Trainers. Im Spiel selbst leisteten die Gastgeber viel Gegenwehr, verloren am Ende aber trotzdem mit 0:2. Der FC OVI-Teunz agierte aus einer verstärkten Defensive heraus und wollte immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen. Das gelang teilweise, die Pfreimder hatten bis auf eine Chance durch Julian Kiener, der in der zehnten Minute an Christian Böl scheiterte, kaum gelungene Aktionen zu bieten. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erziele der Gast dann auf kuriose Art und Weise das 1:0, als ein Eckball durch Freund und Fend hindurch ging und schließlich im Tor landete. Nach der Pause wurde die SpVgg dann etwas überlegener, scheiterten aber mehrfach am heimischen Torwart. Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 90. Minute, als der Preimder Torwart und Christian Uschold zusammenprallten. Als der Großteil der Besucher und auch die Heimelf mit einem Elfmeterpfiff des SR rechneten, entschied dieser auf Einwurf. Nur kurze Zeit später sorgte Maximilian Herzog mit dem 2:0 nach einem Konter für die Entscheidung.

Tore: 0:1 (45.) Julian Kiener, 0:2 (90.) Maximilian Herzog - SR: Joshua Koriath (SpVgg Illkofen) - Zuschauer: 150

SV Hahnbach - 1. FC Schlicht 0:2 (0:1)

(nrö) Hahnbach gelang es während der gesamten 90 Minuten nicht, die starke Defensive der Gäste unter Druck zu setzen. Beide Mannschaften gaben sich zu Anfang keine Blöße, so fiel auch in der 25. Minute überraschend der Führungstreffer für die Schlichter. Tobias Stubenvoll flankte von der linken Seite nach innen, und Torjäger Stefan Meisel köpfte überlegt ins Tor. Hahnbach hatte in der ersten Hälfte nur eine gute Möglichkeit, die aber Tobias Hüttner vergab.

Im zweiten Durchgang das gleiche Spiel. Schlicht stand sehr tief, Hahnbach hatte viel Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Nachdem wiederum Tobias Hüttner die beste Gelegenheit zum Ausgleich liegen ließ, erzielte der gerade eingewechselte Lukas Sebralla mit seinem ersten Ballkontakt das entscheidende 0:2 (67. ).

Tore: 0:1 (25.) Stefan Meisel, 0:2 (67.) Lukas Sebralla – SR: Matthias Wolf – Zuschauer: 350

 

 

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