18.02.2019 - 16:22 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Grammer meldet Rekord

Seit einem guten halben Jahr ist die Amberger Grammer AG zu knapp 85 Prozent in chinesischer Hand. Nun meldet der Autozulieferer einen Rekordumsatz für das Jahr 2018.

Grammer meldet für 2018 einen Rekordumsatz.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Es war kein leichtes Jahr für die Grammer AG. Stand doch lange eine mögliche Übernahme durch die umstrittene bosnische Investorenfamilie Hastor im Raum, die die Mehrheit der Aktionäre schließlich verhinderte. Mittlerweile hat sich die Lage etwas beruhigt: Der chinesische Investor Ningbo Jifeng hat die Hastor-Anteile übernommen und ist seit August mit 84,23 Prozent Mehrheitseigner.

Jifeng erhöht Anteil

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Dem Erfolg des Amberger Unternehmens hat dieses Übernahme-Hin-und-Her nicht geschadet. Der Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze vermeldet gemäß vorläufiger Ergebnisse einen Rekordumsatz und das Erreichen seiner Jahresziele. So habe Grammer im Jahr 2018 nach eigenen Angaben 1,86 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sei eine Steigerung um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

"Im vergangenen Jahr haben wir die Jahresziele in einem schwierigen Automobilmarkt erreicht. Ebenso wurde die angestrebte Stabilisierung unserer Aktionärsstruktur erfolgreich umgesetzt", sagte Manfred Pretscher laut einer Mitteilung des Konzerns. Er hatte im Januar den Posten des Vorstandsvorsitzenden der Grammer AG übernommen, nachdem der Vorstand mit dem Vorsitzenden Hartmut Müller zum Jahresende 2018 zurückgetreten waren. Die Kunden honorierten die Stabilisierung der Aktionärsverhältnisse "nun wieder wie gewohnt mit Neuaufträgen".

Manfred Pretscher neuer Chef

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Besonders zugelegt habe dabei der Bereich "Commercial Vehicles", heißt es in der Mitteilung. Hier sei der Umsatz um 11 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro gestiegen. "Das Segment Automotive verzeichnete bedingt durch die anhaltend schwache Marktentwicklung in Europa erwartungsgemäß wie schon in den vorherigen Quartalen ein geringeres Wachstum von 1,7 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro im gesamten Jahr 2018", heißt es weiter.

Das operative Ergebnis vor Währungseffekten und sonstigen Einmal- oder Sondereffekten (operatives EBIT) blieb mit rund 76 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (80 Millionen). Die operative EBIT-Rendite blieb mit 4,1 Prozent ebenfalls fast unverändert (Vorjahr: 4,5). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IFRS betrug rund 49 Millionen Euro im Vergleich zu 66,5 Millionen Euro im Vorjahr. Es sei erneut durch hohe Sonderbelastungen und Wechselkurseinflüsse beeinflusst gewesen. Zudem flossen im vierten Quartal erstmals die Umsätze der neuen Grammer-Tochter Toledo Molding & Die Inc. ins Konzernergebnis ein. Den vollständigen Geschäftsbericht für das Jahr 2018 will Grammer am 18. März vorstellen.

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