22.05.2021 - 12:19 Uhr
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Aiwanger: Freie Wähler im Bundestag „die letzte Rettung“

Bayern ist nicht genug: Die Freien Wähler streben im Herbst auch in den Bundestag, mit Vize-Ministerpräsident Aiwanger an der Spitze. Noch reicht es Umfragen zufolge nicht - doch das soll sich ändern.

Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sitzt auf der Landesversammlung der Partei zur Aufstellung der Liste für die Bundestagswahl im Alpenbauer Sportpark auf der Tribüne.
von Agentur DPAProfil

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger will die Freien Wähler als bayerischer Spitzenkandidat erstmals in den Bundestag und dann gleich in die Bundesregierung führen. Auf einer Landesversammlung in Unterhaching bei München wurde der Bundes- und Landesvorsitzende der Freien Wähler am Samstag auf Platz eins der Landesliste gewählt - mit mehr als 96 Prozent.

"Wir Freien Wähler müssen nach Berlin", sagte Aiwanger in seiner Rede. "Das ist die letzte Rettung, sonst geht's in den Graben rein mit dieser Politik." Deutschland sei in "höchster Not". Das Land brauche eine "Vitaminspritze" und frischen Wind: die Freien Wähler.

Bei der letzten Wahl um ein Prozent gescheitert

Aiwanger hofft angesichts von drei Prozent in bundesweiten Umfragen auf den erstmaligen Einzug der Freien Wähler in den Bundestag - und dann gleich auf eine Regierungsbeteiligung unter Unions-Führung. Bei der vergangenen Bundestagswahl waren die Freien Wähler mit bundesweit exakt einem Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Aiwanger warnte insbesondere vor einer Grün-geführten Bundesregierung und attackierte Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. "Wir Freien Wähler wollen verhindern, dass Frau Baerbock Bundeskanzlerin wird", sagte der bayerische Wirtschaftsminister. "Wir brauchen eine Koalition der Mitte." Und da wären die Freien Wähler gerne mit dabei.

Kritik an CDU und CSU

Aiwanger kritisierte aber auch die Union. CDU und CSU legten sich schon auf den Rücken und kämpften nicht mehr dafür, das Land zu führen. Landtagsfraktionschef Florian Streibl sagte über Aiwanger: "Vielleicht sitzt da schon unser neuer Bundesaußenminister."

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