Das zusätzliche Personal kommt an den bayerischen Gesundheitsämtern nur langsam an. Von den vom Freistaat in Aussicht gestellten landesweit 1275 befristeten Stellen für die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten sind aktuell erst 837 besetzt. Auch bei den Aushilfskräften aus anderen Behörden und der Polizei klaffen nach wie vor Lücken. Und von 790 zusätzlichen Stellen aus dem Bund-Länder-Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst werden bis Ende des Jahres 2021 nur 237 besetzt sein, 90 Prozent davon an den Gesundheitsämtern. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dem Landtagsausschuss für den öffentlichen Dienst mit.
Um die Jobs an den Ämtern attraktiver zu machen, erhöht der Freistaat die Einstiegsgehälter um bis zu 500 Euro im Monat. Zudem ist eine "Epidemiezulage" von bis zu 200 Euro im Monat rückwirkend ab März geplant. Berufseinsteigern winkt eine schnellere Verbeamtung, Behördenleitern und ihren Stellvertretern eine Beförderung in die nächst höhere Besoldungsstufe. Die Maßnahmen kosten den Freistaat 400.000 Euro im Jahr. Vertreter aller Fraktionen begrüßten die zusätzlichen Leistungen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung in den Gesundheitsämtern als gerechtfertigt und angemessen. Markus Bayerbach (AfD) warnte aber davor, dass Geld allein die nun schon Monate währende körperliche und psychische Überbelastung nicht ausgleichen könne. Hier seien im Sinne des Mitarbeiterschutzes ergänzende Maßnahmen erforderlich.















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