Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs ist in Bayern angekommen. Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) nahmen die Impfdosen am Samstagmorgen in Erlangen in Empfang. Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen kamen an einem zweiten zentralen Lagerstandort in München an.
Bewohner in Heimen zuerst
Am Sonntag soll das Impfen beginnen. Als erstes sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, deren Mitarbeiter sowie medizinisches Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen an der Reihe. Schon am Montag werden weitere 97.500 Impfdosen in ultratiefgekühlten Thermoversandbehältern im Freistaat erwartet. Am 30. Dezember sollen es weitere 107.500 Impfdosen sein. Für das neue Jahr würden dann regelmäßige Impfstofflieferungen erwartet, hieß es.
Der Impfstoff, den die Firmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus entwickelt haben, kam in Erlangen in zwei Kartons mit einem Spezialtransport an – er muss bei extremen Temperaturen tiefgekühlt werden. Das Thermometer des Behälters zeigte Minus 85,4 Grad. "Dryice" (Trockeneis) war auf den Kartons zu lesen. Bewaffnete Polizisten begleiteten die Ankunft. "Die Polizeien von Bund und Ländern gewährleisten den sicheren Transport des Impfstoffs", sagte Herrmann. Dafür lägen ausgefeilte Sicherheitskonzepte vor. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einem reibungslosen Ablauf, damit der Impfstoff sicher auf alle Impfzentren in Bayern verteilt werden kann. Bislang haben wir aber keine Hinweise auf etwaige Störungen oder Angriffe auf die Impftransporte."
Impfstart am Sonntag
Von München und Erlangen aus soll der Impfstoff gleichmäßig auf alle knapp 100 Impfzentren in Bayern aufgeteilt werden. "Einzig die bayerische Millionenstadt und Landeshauptstadt München erhält 250 Impfdosen", sagte Huml. Am Impfzentrum Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg wollten am Mittag Sozialministerin Carolina Trautner und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) zusammen mit Landrat Klaus Metzger die ersten Corona-Impfstoffe entgegennehmen. Am Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams aus den Impfzentren ausrücken.
Man rechne damit, dass die Impfung der ersten Prioritätengruppe bis mindestens Ende Januar dauern wird, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums kürzlich. Wenn die nächste Gruppe geimpft werden könne, werde darüber umfangreich öffentlich informiert. Wer nicht zur höchstpriorisierten Gruppe gehöre, solle derzeit nicht versuchen, einen Termin zu vereinbaren. Die erste Gruppe der über 80-Jährigen würden rechtzeitig informiert, wie sie an ihr Impfangebot komme. Dazu würden die Menschen ab Anfang Januar angeschrieben.
Zwei Mal impfen für Schutz
"Auf Grund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffes gilt es, zuallererst unsere durch das Virus besonders stark gefährdeten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen und diesen prioritär ein Impfangebot zu ermöglichen. So ist es auch in der Impfverordnung des Bundes vorgesehen", betonte Huml dazu. Da für einen wirksamen Schutz zwei Mal geimpft werden muss, wird laut Huml jeweils die Hälfte der Impfstoffdosen zurückgestellt und in dezentralen Lagerstandorten ultratiefgekühlt zwischengelagert. Die Überwachung und Nachverfolgung der Temperatur in der Kühlkette ist eine wichtige Anforderung. Jedes Transportbehältnis ist laut Huml dafür mit sogenannten Temperaturdatenloggern ausgestattet.
Die Ministerin hatte vor einigen Tagen vor zu großen Hoffnungen auf rasche Fortschritte durch die ersten Impfungen gewarnt. "Trotz der Impfungen stehen uns allen noch herausfordernde Monate bevor." Es sei deshalb weiter wichtig, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und die sozialen Kontakte zu reduzieren. "Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir mit dem Beginn der Impfungen in unserer Wachsamkeit und Vorsicht nachlassen dürfen", mahnte Huml.





















So ist, der Impfstoff ist ein erster Hoffnungsschimmer und es ist absolut gerechtfertigt, dass zunächst die hoch gefährdeten Personengruppen damit versorgt werden. Gleichzeitig hoffe ich, dass es auch wirklich allen klar ist, dass es nicht der Zeitpunkt ist, und bei allen Maßnahmen nachzulassen. Wobei ich denke, dass es viele ohnehin verstanden haben. Und den anderen ist vermutlich so oder so nicht zu helfen.
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Auch finde ich es vorbildlich und nachahmenswert, wenn Prominente sich dabei nicht vordrängeln und - zumindest vorerst - auf eine Impfung verzichten wie z.B. Königin Elisabeth von England, der österreichische Bundeskanzler Kurz sowie der Hersteller des Impfstoffs Ugur Sahin.
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