16.02.2020 - 15:46 Uhr
HohenfelsDeutschland & Welt

US-Soldaten brauchen Platz: 200 neue Häuser in der Oberpfalz

Im Truppenübungsplatz Hohenfels sind mehr Soldaten stationiert sind, als Wohnungen zur Verfügung stehen. Deswegen will Deutschland dort 200 Häuser anmieten. Die Kosten trägt die US-Armee.

Auf dem Übunsgelände in Hohenfels sind mehr Soldaten unterwegs. Und die brauchen Platz zum Wohnen.
von Julian Trager Kontakt Profil

Die Bundesrepublik plant, rund um den Truppenübungsplatz Hohenfels (Kreis Neumarkt) 200 zusätzliche Häuser für US-Soldaten anzumieten. Die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bereitet aktuell die Ausschreibung vor.

Wie die Bima auf Nachfrage mitteilt, besteht Interesse an bereits bestehenden Häusern, allerdings können sich auch Investoren melden, die Häuser bauen, um sie dann langfristig zu vermieten. Gesucht werden 130 Objekte mit vier Schlafzimmern und einer Wohnfläche zwischen 146 und 173 Quadratmetern sowie etwa 70 Objekte mit drei Schlafzimmern und einer Wohnfläche zwischen 122 und 151 Quadratmetern. Die Häuser würden benötigt, weil im Truppenübungsplatz Hohenfels mehr Soldaten stationiert sind, als Wohnungen zur Verfügung stehen. "Es geht um eine Ausbalancierung unseres Wohnraumbestands in Hohenfels", erklärt Susanne Bartsch, Pressesprecherin der US-Garrison Bavaria.

Kein Bedarf in Grafenwöhr

Die Streitkräfte interessieren sich für Häuser und Wohnungen, die sich in Hohenfels und Umgebung befinden - also in einem Radius von 30 Minuten Fahrtzeit zum Haupteingang des Übungsplatzes, wie ein Sprecher der Bima erklärt. Dieser Radius reicht in etwa bis nach Amberg und Schwandorf. Für die US-Militär-Standorte Grafenwöhr und Vilseck seien aktuell keine entsprechenden Projekte geplant. "In Grafenwöhr haben wir genügend Wohnraum", sagt US-Armee-Sprecherin Bartsch.

Die Mietverträge für die 200 Wohneinheiten sollen über zehn Jahre laufen. Die Kosten trägt die US-Armee. Wie hoch diese sind, sei noch unklar. Die Höhe des Mietzinses müsse noch verhandelt werden, werde sich aber am ortsüblichen Preis orientieren, so die Bima.

Ausgeglichenes Angebot

Die US-Armee halte in ihren Oberpfälzer Standorten ein ausgeglichenes Angebot an Wohnraum vor, erklärt Pressesprecherin Bartsch. Dieses bestehe einerseits aus angemietetem Wohneinheiten in Privatbesitz. Andererseits aus von der US-Regierung angemieteten Wohnraum (zum Beispiel Netzaberg) sowie Wohnraum, der sich im Besitz der US-Regierung befindet (Wohnungen und Häuser innerhalb der US-Standorte). "Das bietet uns mehr Stabilität, da er von der US-Armee und unseren deutschen Partnern wie der Bima kontrolliert wird", teilt Bartsch mit.

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