18.12.2020 - 16:14 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Immer weniger Grundwasser im Oberpfälzer Boden

Der Klimawandel macht sich auch unter der Erde bemerkbar, auch in der Nordoberpfalz. Das belegen Zahlen aus dem Landtag.

Auch in der Oberpfalz wird der Boden zunehmend trockener.
von Jürgen UmlauftProfil

Die längeren Trockenperioden in der Oberpfalz wirken sich auf die Grundwasservorräte aus. So verringerte sich im Bezirk die Neubildung von Grundwasser in den Jahren 2015 bis 2020 im Vergleich zur Periode zwischen 1970 und 2000 um durchschnittlich 23,5 Prozent. Besonders betroffen sind die Mitte und der Norden der Oberpfalz. Das teilte das Umweltministerium auf eine Landtagsanfrage der Grünen mit. Hauptursache seien niedrigere oder weniger gut verteilte Niederschläge.

Den deutlichsten Rückgang gab es mit bis zu 39 Prozent in der Bodenwöhrer Bucht. Rund um Grafenwöhr, wo der mit einer Fläche von 560 Quadratkilometern viertgrößte Grundwasserkörper der Oberpfalz liegt, betrug das Minus 36,6 Prozent. Jeweils um rund 30 Prozent gingen die Werte in den Regionen Amberg, Tirschenreuth, Hohenfels und Schnaittenbach zurück. Der mit 830 Quadratkilometern Fläche drittgrößte Grundwasserkörper der Oberpfalz bei Schönsee im Landkreis Schwandorf verzeichnete ein Minus von 26,5 Prozent. Rund 25 Prozent betrugen die Rückgänge in den Regionen Neustadt am Kulm, Wiesau und Vilseck.

Meldung aus dem Landtag

Weiden in der Oberpfalz
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