12.01.2021 - 17:33 Uhr
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Kommentar zu Corona: Berufsethos erfordert Impfung der Pflegekräfte

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Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagt, beim Impfen gehe es insbesondere bei Pflegekräften nicht allein um den Eigenschutz, sondern um den Schutz des Nächsten. Alles eine Frage des Berufsethos. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Eine Mitarbeiterin vom bayerischen Roten Kreuz (BRK) impft in einem Impfzentrum einen Mann mit dem Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 von Biontech/Pfizer.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Die Corona-Pandemie führt auch einer breiten Öffentlichkeit vor Augen, wie sich Pflegekräfte und Mediziner aufreiben, um die Menschen zu versorgen, deren Gesundheit und Wohlergehen ihnen anvertraut sind.

Dass nun ausgerechnet unter Pflegern und Pflegerinnen in Altenheimen die Impfbereitschaft unterdurchschnittlich ist überrascht - und enttäuscht nicht nur die Verantwortlichen der Caritas und des Roten Kreuzes im Landkreis Amberg-Sulzbach. Dabei wäre eine Impfung gegen eine Covid-19- Erkrankung schon aus Gründen des Selbstschutzes angeraten. Ebenso sollte es selbstverständlich sein, dass jede Pflegekraft ihre Angehörigen schützen möchte. Auch wenn es noch nicht abschließen geklärt ist, ob Geimpfte das Virus weitergeben können, dürfte die Impfung zumindest dazu beitragen, diese Gefahr zu reduzieren.

Es gehört zum Berufsethos, diejenigen Menschen zu schützen, die einem anvertraut sind. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass man nicht selbst ungeplant ausfällt. Welch dramatische Folgen es für Alten- und Pflegeheime hat, wenn das Personal wegen Corona-Infektionen ausfällt, war bereits mehrmals während der Corona-Pandemie in der Region zu beobachten.

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