02.09.2021 - 13:35 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Impfauskunft für den Arbeitgeber - Ja oder nein?

Die Diskussion geht weiter. Am Donnerstag äußerten sich noch weitere Unternehmen zum Thema Impfauskunft. Das sagen die Oberpfälzer Unternehmen.

Vorbereitung einer Corona-Impfung.
von Celina Rieß Kontakt Profil

Die Impfauskunft-Diskussion geht in die nächste Runde. Auf Nachfragen von Oberpfalz-Medien äußern sich am Donnerstag weitere Oberpfälzer Unternehmen. Unter anderem die Witt-Gruppe aus Weiden und Stahlgruber aus Amberg.

Eine Auskunftspflicht bezüglich des Impfstatus gegen das Coronavirus erachtet die Witt-Gruppe aktuell nicht für sinnvoll, erklärt die Pressesprecherin des Konzerns. Es geht hierbei um sehr sensible Daten und die Witt-Gruppe sieht in der aktuellen Lage keine ausreichende Begründung dafür, dass Arbeitgeber diese Daten abfragen dürfen sollten. "Neben der Sicherheit der Belegschaft – die für uns oberste Priorität hat – ist uns auch wichtig, eine Ungleichbehandlung unserer Mitarbeitenden zu vermeiden", ergänzt die Sprecherin.

Unternehmen gegen Auskunft

Ähnlich sieht es in der Stahlgruber Gruppe aus. Die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitende hat oberste Priorität, erklärt die Pressesprecherin des Unternehmens. Sie hätten während der Pandemiezeit stets lokale und regionale Anforderungen berücksichtigt und konnten dabei vollständig auf die Verantwortung und Kooperation ihrer Mitarbeiter zählen. "Aus diesem Grund und vor allem vor dem Hintergrund des Datenschutzes gerade im Fall von sensiblen Gesundheitsdaten sehen wir keine Notwendigkeit eine Auskunftspflicht bezüglich des Impfstatus einzuführen", erklärt die Pressesprecherin.

Auf Nachfrage des BR erklärt ein Sprecher des Regensburger Infineon-Werkes, dass im Unternehmen nur Informationen über die Impfungen vorliegen, die vor Ort durchgeführt wurden. Sonderregelungen für geimpfte Personen werde es laut dem Sprecher nicht geben.

Diese Unternehmen haben mehr Interesse

Im BMW-Werk Regensburg werden die Arbeitgeber ebenfalls nicht nach dem Impfstoff gefragt. Eine Sprecherin erklärt aber, dass es sinnvoll wäre um die Schutzmaßnahmen zu optimieren.

Die Firma Krones aus Neutraubling führte unter ihren Mitarbeitern eine anonyme Umfrage zu deren Impfstatus durch. Die Hälfte der Belegschaft hat daran teilgenommen, erklärt eine Sprecherin. Spezielle Anreize sich impfen zu lassen habe es bei Krones nicht gegeben.

Heftiger Streit um Auskunftsrecht zum Impfstatus

Bayern

Meinung: Eine Auskunftspflicht treibt die Spaltung voran

Weiden in der Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.