Heimspiel für Uli Grötsch: Der Generalsekretär der Bayern-SPD lädt am Samstag zum Landesparteitag nach Weiden. Dabei soll unter anderem das 66-seitige Programm für die Landtagswahl am 14. Oktober beschlossen werden. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt der Bundestagsabgeordnete aus Waidhaus, wie seine Partei in den Wahlkampf gehen will.
ONETZ: Vor dem Landesparteitag an diesem Wochenende befindet sich die SPD seit Monaten im Umfragetief. Wie wollen Sie das Ruder bis zur Landtagswahl im Oktober herumreißen?
Uli Grötsch: Wichtigstes Ziel wird es sein, die Unterschiede zwischen SPD und CSU und zwischen Natascha Kohnen und Markus Söder herauszustellen. Natascha Kohnen steht für eine verlässliche Politik, die das Leben der Menschen spürbar verbessert. Bei Herrn Söder sind großen Ankündigungen bislang keine Taten gefolgt. Er führt die Ankündigungspolitik seines Vorgängers Horst Seehofer weiter, während die bayerischen Grünen schon im Bett der CSU liegen und keinen Hehl daraus machen, dass sie nur darauf warten, endlich mit der CSU koalieren können.
ONETZ: Welches Signal erhoffen Sie sich vom Parteitag am Samstag?
Uli Grötsch: Wir wollen deutlich machen, dass wir keine Scheindebatten führen, sondern die alltäglichen Herausforderungen der Menschen lösen wollen. Wir haben die Antworten auf die Zukunftsfragen der Menschen. Das wollen wir anhand unsere Programms deutlich machen: Kostenlose Kitas, bezahlbare Wohnungen und Grundstücke, keine Leerstände in den Ortskernen, die Situation der Familien genauso wie die Situation der Rentner verbessern oder das Megathema Gesundheit und Pflege. Das sind die großen Themen unserer Zeit und es macht wahnsinnig viel Spaß, für diese Themen zu kämpfen.
ONETZ: Die AfD ist Ihnen im Freistaat in den letzten Umfragen mächtig auf den Fersen. Wird das Thema Asylpolitik im Wahlkampf alles überlagern?
Uli Grötsch: Das wird an den Parteien selber liegen. Wir als Bayern-SPD haben klare Antworten auf die Fragen, die sich in der Asyl- und Flüchtlingspolitik stellen. Über allem steht bei uns aber das Thema der Integration der Menschen mit Bleibeperspektive: Die deutsche Sprache sofort unter Hochdruck lernen und dabei sofort Zugang zum Arbeitsmarkt haben, sind dabei nur zwei Aspekte.
ONETZ: Ihr Programm ist mit „Zukunft im Kopf, Bayern im Herzen“ überschrieben. Warum gelingt es Ihrer Partei offenbar nicht , die Herzen im Freistaat zu erobern?
Uli Grötsch: Der CSU gelingt es in einem irren Wettlauf mit der AfD, die Menschen zu verunsichern. Wir werden den Menschen zeigen, dass wir die Antworten auf die Fragen der Zukunft haben und dass wir für die Zukunft der Oberpfalz und die Zukunft ganz Bayerns brennen. Ich bin mir sicher, dass wir die Menschen dann auch für unsere Politik und unsere Spitzenkandidatin begeistern werden.



















Ich kann Kreistagskollege Grötsch beruhigen. Mit mir im Landtag wird es keine Koalition mit der CSU geben. Da müsste schon ein Wunder geschehen und die CSU eine humane, christlich-soziale auf Nächstenliebe basierende Asylpolitik machen, anstatt der AfD hinterherzuhecheln.
Schöne Grüße #klaus_ltw2018
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