02.03.2021 - 10:56 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Zehn-Punkte-Plan zur Stärkung von Innenstädten

Vielerorts veröden die Stadt- und Dorfzentren. Die Grünen wollen dem mit einem Förderpaket für Handel, Gastronomie und Kultur entgegenwirken. "Zweite Wohnzimmer im Freien" sollen entstehen.

Immer mehr Innenstädte und Dorfzentren veröden. Die Grünen wollen dem mit einem Zehn-Punkte-Plan zur Stärkung von Innenstädten entgegen wirken.
von Jürgen UmlauftProfil

Die Grünen haben im Landtag einen Zehn-Punkte-Plan zur Stärkung von Innenstädten und Dorfzentren vorgelegt. Diese sollen durch Kultur- und Freizeitangebote attraktiver gemacht werden. Zudem soll die Ansiedlung von Läden und Märkten besser gefördert werden.

"Der öffentliche Raum in Städten und Dörfern ist keine reine Konsumstätte, er dient dem Austausch, dem Handel, dem Verweilen", erklärte die Grünen-Abgeordnete Barbara Fuchs. Ortszentren müssten "ein zweites Wohnzimmer im Freien" sein. Ziel sei es, den lokalen Einzelhandel, die regionale Gastronomie und die ortstypische Kultur miteinander zu verbinden.

Mehr Freischankflächen

Konkret fordern die Grünen ein Investitionsprogramm für die Gastronomie, das neben der Modernisierung auch den Durchbruch der "bio-regionalen Küche" fördert und für mehr Freischankflächen sorgt. Gestärkt werden müssten regionale Märkte und der Online-Verkauf des lokalen Einzelhandels, damit dieser im Wettbewerb mit den großen Konzernen nicht unter die Räder gerate. Zur Ergänzung des innerörtlichen Warenangebots und zur Belebung der Ortszentren regen die Grünen "kommunale Gebrauchtwaren-Kaufhäuser" mit Reparaturangeboten und der Möglichkeit zum Kleidertausch an.

Grüne fordern "Begrünung"

Leer stehende Gebäude könnten nach den Vorstellungen der Grünen durch kulturelle Angebote wiederbelebt werden. Auch dafür sollte der Freistaat Fördermittel zur Verfügung stellen, genauso wie für die Schaffung zentraler Aufenthaltsflächen mit WLAN-Anschluss. "Wo Menschen gerne verweilen, wächst das Potenzial für profitable Geschäfte und Lokale", heißt es in dem Papier. Abschließend plädieren die Grünen für mehr öffentlich geförderten Wohnungsbau in Ortszentren sowie eine "Begrünung" von Häusern, Straßen und Plätzen.

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