18.05.2018 - 20:00 Uhr
HirschauOberpfalz

Verstorbene wollte Spende für Heim statt Nachruf in der Zeitung Mobi-Sessel erinnert an verstorbene Pflegedienstleiterin Waltraud Meyer

Waltraud Meyer hat vor ihrem Tod bereits eine Willensbekundung hinterlassen. Jetzt tut die Verfügung dem BRK-Seniorenheim und dessen Bewohnern gut.

Bei der Übergabe des Möbelstücks: der Ehemann der Verstorbenen, Konrad Meyer, und Heimleiterin Astrid Geitner. Bild: u
von Werner SchulzProfil

Am 23. Dezember 2017 verstarb Waltraud Meyer, die langjährige Pflegedienstleiterin des BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheims St. Barbara. Sie wurde nur 56 Jahre alt. In der Einrichtung erinnert seit kurzem ein Mobi-Sessel an sie. Ihr Ehemann Konrad Meyer übergab das Möbelstück an Heimleiterin Astrid Geitner.

Für Waltraud Meyer war der Gebäudekomplex in der Klostergasse über Jahrzehnte ihre berufliche Heimat. Ihren Dienst dort trat sie bereits im Juli 1982 an, als Beschäftigte der Forster-Dorner'schen Spital- und Krankenhausstiftung im damals noch existierenden Krankenhaus.

Nach dessen Umstrukturierung zum Seniorenwohn- und Pflegeheim und der Übertragung der Betriebsträgerschaft an den BRK-Kreisverband wurde dieser ihr Dienstherr. Waltraud Meyers große Fachkompetenz, ihre Umsicht, ihre Beliebtheit bei Bewohnern wie Personal und ihr außerordentliches Engagement führten dazu, dass sie das BRK mit der Pflegedienstleitung betraute - eine Aufgabe, die sie bis zu ihrem krankheitsbedingten Ausscheiden 2015 mit innerer Begeisterung und vorbildlichem Pflichtbewusstsein erfüllte, wie Heimleiterin Astrid Geitner in ihren Dankesworten hervorhob.

Es war Waltraud Meyers Wille, dass der BRK-Kreisverband nach ihrem Tod keinen Nachruf in der Zeitung veröffentlichen soll. Der dafür aufzuwendende Betrag sollte für eine Anschaffung im Heim verwendet werden. Die 600-Euro-Spende wurde mit der 800-Euro-Gabe einer Heimbewohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte und schon viel für das Haus getan hat, zusammengefasst. So wurde der Kauf des bequemen, zierlichen Sessels mit seinem atmungsaktiven, waschbaren Bezug möglich.

Beim Dank an die Spender betonte Geitner, dass es im Heim bereits drei solcher Sessel gebe. Die damalige Anschaffung war durch eine Spende von Dieter und Elisabeth Heckmann möglich geworden.

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