08.10.2020 - 19:24 Uhr
Oberpfalz

Aller Anfang ist schwer, auch bei der Wahlrechtsreform

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Die Wahlrechtsreform wird zur unendlichen Geschichte. Im Herbst 2021 wird ein neuer Bundestag gewählt. Dieser muss einen neuen Anlauf unternehmen. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Mit der Wahlrechtsreform soll die Anzahl der Abgeordneten-Sitze im Bundestag neu reguliert werden.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

In seinen Grundzügen hat sich das deutsche Wahlsystem bewährt. Die Mischung aus direkter Wahl des örtlichen Abgeordneten (mit der Erststimme) und einer Verhältniswahl, mit der Wahl einer Partei (Zweitstimme) sorgt für eine ausgewogene Mischung im Bundestag. Es ist gut und richtig daran festzuhalten. Abschreckende Beispiele gibt es genug. Es ist stabilisierend, dass ein direkt gewählter Abgeordneter hierzulande eine gewisse Unabhängigkeit von der Parteiführung hat. Zum Ausgleich trägt bei, dass diejenigen Wähler, deren Kandidat bei der Direktwahl unterliegt, die Chance haben über die Zweitstimme, und damit über die Liste, Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestages nehmen. Darin stimmen alle demokratischen Parteien im Bundestag überein.

Eine Reform des Wahlrechts sollte daher kein Problem sein. Doch wie meist liegt der sprichwörtliche Teufel im Detail. Denn jede Partei rechnet nach, ob und wie sie von einer Reform profitieren könnte. Das ist legitim, aber in diesem Fall gilt: Weniger Parteibrille, mehr Blick auf das gemeinsame Ganze. Der neu gewählte Bundestag hat nach 2021 dazu die Chance.

Oberpfälzer Stimmen zur Wahlrechtsreform

Weiden in der Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.