Seit 15 Jahren gibt es die Punkband AKD aus Kastl. Am Samstag haben die drei Musiker ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Freundschaften und Bekanntschaften, die sie in dieser Zeit in ganz Deutschland, Polen und Österreich gemacht haben, gefeiert. Wie es sich gehört, haben sie das mit einem Konzert im Trio-Club in Amberg getan. Im Gepäck hatten sie ihr neues, fünftes Album, das den Titel „Anatomie des Scheiterns“ trägt. Dazu hat mittlerweile auch Donots-Gitarrist Guido Knollmann eine Einschätzung abgegeben: „Geiles Ding. Guter Deutsch-Punk.“
Einer der neuen Songs heißt „Viva Dorfpunk“ und ist sowohl ein Resümee der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte als auch eine Dankes-Hymne an alle, die Frontsänger Jacob (Sid) und Schlagzeuger Lukas (Luki) Fromm sowie Bassist Michael (Fränki) Frank in all der Zeit unterstützt und begleitet haben. Eine Zeile im Lied „Viva Dorfpunk“ lautet: „Das Dorf war unser Kreuzberg, die Kneipe unser Netzwerk.“ Dass da was dran sein muss, zeigten die rund 180 Gäste, die sich in das kleine Amberger Trio quetschten.
Neben der Amberg-Sulzbacher Rock’n’-Roll-Band Thunderbolds ließen es sich auch die Mitglieder der Band Berlin Blackouts aus der Bundeshauptstadt nicht nehmen, am AKD-Ehrenabend nach Amberg zu reisen, um einen Gig zu spielen. Bekanntestes Mitglied und gleichzeitig der Beweis für das erfolgreiche Netzwerken von AKD dürfte der Schlagzeuger der Band, Chris Kotze, sein. Er spielt auch bei der Punkband Kotzreiz und ist Schlagzeuger bei Jennifer Rostock.
„Die Band war von Amberg begeistert, also auch von der Stimmung im Club, und sie haben gesagt, dass sie jederzeit wieder hier herkommen“, weiß Jacob Fromm. Den letzten und längsten Auftritt legten AKD hin. Nach einer Reise durch ihre bislang fünf veröffentlichten Studioalben zeigten die Fromm-Brüder und Frank am Ende, wo sie eigentlich herkommen. Sie spielten zusätzlich ein Set mit vielen Klassikern der Ramones. Songs der Band also, die die Brüder einst zum Punk-Rock gebracht hat.
Zwei Tage später zog Jacob Fromm ein Fazit: „Wir waren einfach super happy. Es war ein sehr toller Abend. Wir haben viele alte Freunde getroffen, die wir schon Jahre nicht mehr gesehen haben. Das war wie ein großes Familientreffen.“ Für Fromm war das Konzert auch ein Beweis, dass die Punk-Szene in der Region, die manchmal den Eindruck macht, als würde sie altern, Nachwuchs bekommt: „Es war klasse, dass auch viele neue Gesichter, also junge Leute, da waren. Das zeigt, dass Livemusik ihren Stellenwert auch nach der Pandemie nicht verloren hat.“













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