19.07.2018 - 16:43 Uhr
AmbergOberpfalz

Abbiegen auf der Standspur

Das doppelte Linksabbiegen von der Sulzbacher und der Bayreuther Straße auf den Altstadtring - als Idee finden es alle gut. Doch die Umsetzung kommt nur sehr schleppend voran, wie sich im Verkehrsausschuss zeigt.

Zweispuriges Linksabbiegen von der Sulzbacher Straße in den Altstadtring? Darauf werden die Autofahrer wohl noch einige Zeit warten müssen, wie sich im Verkehrsausschuss herausgestellt hat.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Der städtische Verkehrsplaner Wolfgang Babl ist derzeit nicht zu beneiden. Sein Alltagsgeschäft reicht eigentlich schon völlig aus, jetzt ist er zu einem Viertel seiner Arbeitszeit auch noch zuständig für die Umsetzung des Fahrradkonzepts - und dann auch noch die Sache mit dem doppelten Linksabbiegen. Ursprünglich eine Idee der Jungen Union, die zunächst einmal alle toll fanden.
Damit, so der Gedanke dahinter, könnten die lästigen Rückstaus zur Hauptverkehrszeit, die vor allem die Linienbusse in Probleme bringen ihren Fahrplan einhalten zu können, reduziert werden.

Der städtische Verkehrsplaner Wolfgang Babl ist derzeit nicht zu beneiden. Sein Alltagsgeschäft reicht eigentlich schon völlig aus, jetzt ist er zu einem Viertel seiner Arbeitszeit auch noch zuständig für die Umsetzung des Fahrradkonzepts - und dann auch noch die Sache mit dem doppelten Linksabbiegen. Ursprünglich eine Idee der Jungen Union, die zunächst einmal alle toll fanden.
Damit, so der Gedanke dahinter, könnten die lästigen Rückstaus zur Hauptverkehrszeit, die vor allem die Linienbusse in Probleme bringen, ihren Fahrplan einhalten zu können, reduziert werden. Allerdings müssten zu diesem Zweck die bisher einfachen Abbiegespuren in der Bayreuther sowie der Sulzbacher Straße zu doppelten gemacht werden. Was so schwer doch nicht sein dürfte, wie die Nachwuchspolitiker zunächst angenommen haben.
Einige Sitzungen des Verkehrsausschusses später sieht die Sache aber ganz anders aus. Bei der Bayreuther Straße lässt sich die Angelegenheit ja noch einigermaßen umsetzen, so die Auskunft der städtischen Verkehrsexperten. Wie Wolfgang Babl in der Sitzung am Mittwoch erläuterte, wird die Kreuzung demnächst entsprechend vorbereitet. Verzichtet werden müsse aber auf die Veränderung der Ampelschaltung, die in diesem Zusammenhang ebenfalls angedacht war. "Das wäre zu teuer", so Babl.
In der Sulzbacher Straße am Maxplatz hingegen passiert erst einmal gar nichts, wie Babl sagte. "Dafür werden Haushaltsmittel benötigt, die wir 2018 nicht haben", erläuterte er das weitere Vorgehen. Das Geld benötige man, um den externen Experten bezahlen zu können, der in einer der letzten Ausschusssitzungen für notwendig erachtet worden war, um die durch das doppelte Linksabbiegen auftretenden Probleme lösen zu können. Damit könne wohl erst 2019 mit der Planung angefangen werden. "Außerdem sind die ausführenden Firmen auch sehr voll."
Unmut bei den Stadträten, die sich schon wesentlich weiter wähnten. "Heißt das konkret, wir sind seit einem Jahr in der Vorbereitung?", fragte Christian Schafbauer. Auch angesichts einer Summe von 15 000 Euro, um die es konkret ging. Da war die Unzufriedenheit bei einigen der Anwesenden förmlich mit Händen zu greifen.

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