20.12.2019 - 10:54 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger SPD-Fraktion stimmte für das Planetarium

Chance für die Stadt Amberg verpasst, so lautete sinngemäß der Kommentar in der Amberger Zeitung nach der Eröffnung des Planetariums in Ursensollen. Jetzt stellt sich heraus, dass die SPD-Stadträte für eine Beteiligung gewesen sind.

Das Planetarium in Ursensollen: Nur die Amberger SPD stimmte im Jahr 2017 dafür, sich als Stadt finanziell daran zu beteiligen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Ambergs Nachbargemeinde Ursensollen ist mit dem neuen 3D-Planetarium samt angeschlossener Sternwarte ein toller Wurf gelungen. Darüber waren sich nicht nur bei der Eröffnung in der vergangenen Woche alle einig. Die Stadt Amberg war übrigens bei der großen Einweihungsparty nicht dabei. Schließlich hatte sie es abgelehnt, sich an den Kosten für das Projekt zu beteiligen, was ihr von der Nachbargemeinde angeboten worden war. Ursprünglich sollte das Planetarium nämlich den Namen Amberg-Ursensollen führen.

Ursensollen

Auf unseren Kommentar hin hat sich jetzt die SPD-Stadtratsfraktion zu Wort gemeldet. Die Entscheidung gegen eine Beteiligung sei erstens nicht im Stadtrat gefallen, so schreibt Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth, sondern im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses vom 23. März 2017. In dieser Sitzung hätten die drei SPD-Vertreter nicht gegen sondern als einzige für die Beteiligung am Planetarium gestimmt. "Leider konnten wir zur damaligen Zeit mit dieser Information über unser Abstimmungsverhalten nicht an die Öffentlichkeit gehen, da dieser Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt wurde", schreibt Birgit Fruth.

Tatsächlich liegt der Amberger Zeitung inzwischen die entsprechende Beschlussvorlage aus dem Jahr 2017 vor. Laut Anwesenheitsliste der Sitzung nahmen damals für die SPD Birgit Fruth, Uli Hübner und Brigitte Netta teil, die der Fraktion damals noch angehört hat.

Der direkte Weg ins Planetarium

Kommentar:

Von der Strahlkraft profitieren alle

Was hat Ursensollen,was München nicht hat? Richtig, ein Planetarium mit 3D-Technik. Nur in der vermeintlichen Oberpfälzer Provinz findet sich so etwas – und in Hamburg. Kein Wunder, dass es bei der Eröffnung durch die Bank strahlende Gesichter gegeben hat. Ein bisschen Wehmut dürfte sich allenfalls bei den Vertretern der Stadt Amberg einstellen. Hatte doch der Stadtrat einst kein Interesse, sich zu beteiligen. Von der Strahlkraft dieses touristischen Zieles dürfte aber auch Amberg profitieren.

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