24.11.2021 - 14:30 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Stadtrat gibt grünes Licht für Radweg an der Köferinger Straße

Aller guter Dinge sind in diesem Fall tatsächlich drei. Zwei Ausschüsse und den Stadtrat brauchte es nämlich, um in Sachen Köferinger Straße einen Radweg zu beschließen und so manche Kuh vom Eis zu bringen.

Entlang der Köferinger Straße wird auf beiden Seiten ein Radweg gebaut. Und einen Ersatz für alle wegfallenden Parkplätze soll es auch geben.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Radverkehr finden alle Amberger Stadträte gut - irgendwie. Wäre da nicht die Sache mit den Autos, die gerne mal im Weg herumstehen. Als - durchaus positives - Beispiel kann da die Köferinger Straße dienen. Dort wird ein neuer Radweg gebaut und die Autos finden auch noch ihren Platz. Bis diese Lösung eingetütet war, hat es allerdings ein bisschen gedauert. Denn tatsächlich müssen dort für den Bau der Radwegeverbindung vom Kreisel an der Justizvollzugsanstalt bis fast an die Stadtgrenze ungefähr zwölf Parkplätze dem Fahrrad geopfert werden.

Im Bereich zwischen dem JVA-Kreisel und der Einmündung des Liebengrabenwegs sollen links und rechts zwei Schutzstreifen für Radfahrer auf die Fahrbahn der Köferinger Straße gepinselt werden. Für den weiteren Verlauf bis zum Kreisverkehr am ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus haben sich die städtischen Radverkehrsplaner eine ganz besondere Variante einfallen lassen. Hier soll die Fahrbahn um etwa 3,50 Meter verbreitert werden, um Platz zu machen für zusätzlich zwei 1,85 Meter breite Radstreifen links und rechts der Straße.

Auch an das "Dooring" wird gedacht

Der bergaufwärts gesehen rechte dieser Streifen soll als Schutz für die Radfahrer außerdem durch parkende Autos plus einen Sicherheitsbereich von 0,70 Meter – wegen des "Doorings" (plötzliches Öffnen von Autotüren) – von der Fahrbahn getrennt sein. Dafür müssen allerdings Parkplätze aufgelöst werden. War zunächst von 16 die Rede, konnte Baureferent Markus Kühne am Montag im Stadtrat bekanntgeben, dass es doch wohl nur zwölf sein werden – offizielle Parkplätze.

Apropos Parkplätze: Um dieses Thema hatten sich bereits im vorgeschalteten Verkehrs- und Bauausschuss einige Diskussionen entwickelt. Denn so sehr die Stadträte es drehten und wendeten - am Ende müssen die Autos irgendwo stehen. Aus dieser Überlegung resultierte schließlich der Auftrag an die Verwaltung, sie möge doch bitte mal schauen, wo wegfallende Parkstände kurzfristig ersetzt und zusätzlich neue erschlossen werden können. Markus Kühne meldete am Montag fast schon Vollzug. Und zwar sowohl in Sachen Ersatz- als auch Neu-Parkplätze. Letztere sollen sogar möglichst schon mit Ladesäulen für Elektroautos versehen werden.

Rudolf Maier gibt Vorbehalte auf

Konkret wollte Kühne am Montag noch nicht werden, doch versprach er für einen der nächsten Bauausschüsse mehr zum Thema. Mit dieser für ihn "beruhigenden" Nachricht gab auch Rudolf Maier (CSU) seine Vorbehalte gegen den Radweg in der Köferinger Straße auf. Einstimmig votierte der Stadtrat am Ende für den Bau dieser Radwegeverbindung, die in einem nächsten Schritt dann bis zur Stadtgrenze verlängert werden soll. Aber dafür, so Markus Kühne, ist derzeit kein Geld da, während es für den restlichen Radweg eine satte öffentliche Förderung geben wird.

Doch so positiv, wie jetzt an der Köferinger Straße, wird es nach Ansicht von Oberbürgermeister Michael Cerny nicht immer laufen mit dem Bau neuer Radwege in Amberg. "Das wird uns an vielen Stellen passieren, dass Stellplätze für die Radfahrer wegfallen", warnte er die Stadträte vor.

Zur Vorgeschichte des Radwegs

Amberg

"Das wird uns an vielen Stellen passieren, dass Stellplätze für die Radfahrer wegfallen."

Oberbürgermeister Michael Cerny

 

 

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