11.05.2021 - 16:07 Uhr
AmbergOberpfalz

Ambergs Außengastronomie steht vor der Öffnung

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Am Dienstag lag die Stadt Amberg zum fünften Mal in Folge bei einer Inzidenz unter der Hunderter-Marke. Das heißt: Die Außengastronomie darf wohl ab Samstag wieder öffnen. Wir haben mit einigen Wirten gesprochen.

Die Amberger Wild-Vaitl-Wirtin Stefanie Lenz bereitet sich auf die mögliche Biergarteneröffnung am Samstag vor. Diese ist nur möglich, wenn der Inzidenzwert in der Stadt bis dahin konstant unter 100 bleibt.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Für die Amberger, die schon fast vergessen haben, wie schön das Wort klingt, hier kommt es: Biergarten. Im Stadtgebiet dürfen Biergärten vermutlich am Samstag wieder aufmachen. Dasselbe gilt für die Außengastronomie. Hintergrund ist, dass die Stadt Amberg am Dienstag den fünften Tag in Folge unter einer Inzidenz von 100 lag. Konkret betrug der Wert 78,2. Laut Gesundheitsministerium müssen es aber insgesamt acht Tage in Folge sein, damit die Außengastronomie öffnen darf. Das wäre am Samstag der Fall. Wir haben mit Wirten aus Amberg gesprochen und gefragt, wann es bei ihnen wieder losgeht. Dabei wird deutlich: Die Gastronomen fahren unterschiedliche Konzepte.

Öffnung mit Abstrichen

Das Colomba macht seine Außengastronomie am Marktplatz wohl am Samstagabend wieder auf. Wirt Daniel Hoffmann erklärt: "Wir sind schon am Vorbereiten. Sobald es möglich ist, wollen wir wieder loslegen." Das Hygienekonzept dafür habe er nur wieder aus der Schublade holen müssen. "Alles auffahren werden wir nicht sofort können", sagt er, denn schließlich sei es nicht möglich, alle Waren so schnell zur Verfügung zu haben.

Stefanie Lenz, Wirtin im Wild-Vaitl, sagt ebenfalls, dass ihr Biergarten am Viehmarkt ab Samstag wieder offenhaben wird. "Für uns ist das Aufmachen kein großer Aufwand, weil wir keinen großen Wareneinsatz haben", erklärt sie am Telefon. Die Regeln, an die sich Gastronomen zu halten haben, seien ohnehin bekannt. Lenz: "Ich kann mir vorstellen, dass der Andrang am Anfang noch etwas verhalten sein wird." Hinzukomme, dass der Vaitl-Biergarten mit den ab Samstag geltenden Regeln an seine Kapazitätsgrenzen stoßen könnte. Dann darf entweder ein zusammengehöriger Haushalt an einem Tisch sitzen. Ansonsten dürfen sich wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einen Tisch zusammensetzen. Vorausgesetzt, jede Einzelperson kann einen noch gültigen negativen Corona-Test vorweisen. Lenz: "So viele Leute passen da dann gar nicht rein."

Winkler geht auf Nummer Sicher

Nichts überstürzen dagegen möchte Dominik Schuller vom Bräuwirt Winkler. Der Biergarten bleibt über das Wochenende noch geschlossen. Schuller: "Es gibt hohe Hygieneanforderungen, und es braucht eine Menge Fachkenntnis des Personals, damit Gäste und Angestellte auch sicher sind." Um gut vorbereitet zu sein, machen die Winkler-Wirte am Samstag, wenn es die Regeln zulassen, einen Probelauf. Schuller: "Unsere Mitarbeiter sind dann da die Gäste und bekommen so gleichzeitig eine Schulung."

Im Winkler-Biergarten wird es die Möglichkeit geben, sich vor der Tür unter Aufsicht der Mitarbeiter zu testen. "Wir sind dann auch dafür verantwortlich, dass die Leute in der Warteschlange den Abstand von 1,5 Metern einhalten", erklärt Schuller. Ob das klappt, wolle er am Samstag ebenfalls testen. Schuller möchte zudem erst noch ein paar Tage abwarten, ob die Inzidenz stabil unter 100 bleibt, bevor die Küche im Winkler wieder hochgefahren wird.

Bei den Gastronomen in der Stadt tut sich außerdem was: Das Zentral am Marktplatz befindet sich derzeit im Umbau. Das "Jörgiis"- Wirtshaus in der Georgenstraße hat seinen neuen Look bereits Anfang des Jahres auf seiner Facebook-Seite präsentiert.

Roberts mit neuem Konzept

Ebenfalls die Corona-Zeit genutzt hat Robert Schaarschmidt, Inhaber der Robert's Trattoria Bavaria am Marktplatz. Einen der beiden Räume hat er "in eine Art kleine Vinothek" umgewandelt. Derzeit bekommt sein Laden einen neuen Fußboden, die Wände sind bereits gestrichen, den Tresen hat Schaarschmidt ebenfalls umgebaut.

Seine Außengastronomie wird er voraussichtlich erst am 20. Mai wieder öffnen. Das hat jedoch, wie er sagt, nichts mit dem Umbau zu tun. "Wir warten noch so lange, weil es sich bei dem schlechten Wetter nicht rentiert, meine Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zu holen. Das wäre wirtschaftlich nicht machbar."

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Amberg
Info:

Das müssen Biergartengänger jetzt wissen

  • Bleibt die Inzidenz bis Samstag unter 100, so dürfen sich wieder Menschen aus maximal zwei Haushalten im Biergarten treffen, vorausgesetzt, die Gruppe umfasst nicht mehr als fünf Personen.
  • Treffen sich Menschen aus zwei Haushalten, so muss jede einzelne Person einen negativen Corona-Test vorweisen können.
  • Menschen aus einem Hausstand dürfen unabhängig der Personenzahl zusammen in den Biergarten. Sitzt die Gruppe geschlossen an einem Tisch, braucht sie keinen Test vorlegen.
  • Kinder, die unter 14 Jahre alt sind sowie Menschen, die bereits vollständig geimpft sind und diejenigen, die eine Coronainfektion durchgemacht haben, sind von der Zählung ausgeschlossen. Das bedeutet: Theoretisch könnten sich fünf Personen aus maximal zwei Haushalten mit einer weiteren treffen, die beispielsweise vollständig geimpft ist.
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