Amberg
21.01.2019 - 13:29 Uhr

Auto bleibt Streitfall

Es geht um ein Auto, das sich ein Mann vor einiger Zeit gekauft hat. Freude daran hat er nicht. Der Kauf führte inzwischen direkt vor das Landgericht.

Symbolbild: Oliver Berg/dpa

Wenn es um das Auto geht, wird der gemeine Deutsche schnell etwas empfindlich. Wenn er sich beim Autokauf über den Löffel balbiert fühlt, dann kann der Durchschnittsbürger sogar sehr unangenehm werden. Und wenn er glaubt, ordentlich betrogen worden zu sein, geht er gerne mal vor Gericht - vor allem, wenn er mit einer Rechtsschutzversicherung ausgestattet ist.

Ein Erlebnis dieser Art hatte ein Mann im Jahr 2017, als er sich bei einem Autohändler in der Region einen gebrauchten Volvo V 50 kaufte. Kostenpunkt: 4500 Euro. So richtig freuen konnte sich der Käufer über das Fahrzeug aber nicht, er stellte eine ganze Reihe von Mängeln fest: Der Turbolader sei kaputt, von der Kurbelwellen-Entlüftung war die Rede und beim Kauf sei ihm sogar ein Unfallschaden verschwiegen worden, führte der Mann an, der schließlich zum Kläger vor Gericht wurde.

Richter Fritz Kammerer, dem bei einer ersten Güteverhandlung im Dezember vor einer Kammer des Landgerichts schwante, er sitze hier "mit den Richtigen" zusammen, versuchte in der Zivilverhandlung noch eine Beweisaufnahme zu vermeiden und arbeitete auf einen Vergleich hin.

Der schien mal sehr nahe und dann wieder sehr weit weg. Letztendlich gingen die beiden Streitparteien zunächst ohne Ergebnis auseinander. "Nunmehr wird Beweis erhoben", erläuterte der Sprecher des Landgerichts, Uli Hübner, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. So sei es am Donnerstag verkündet worden. Wie es konkret weitergeht, konnte Hübner aber nicht sagen, es werde eine Begutachtung des Fahrzeugs geben und dann ein Urteil, falls die Streitsparteien damit einverstanden seien, diesen Weg zu akzeptieren. Wenn nicht, wird es zu einem erneuten Treffen der Herren vor Gericht kommen.

Amberg19.12.2018
 
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