In einem am kommenden Montag, 12. September, vor der Großen Jugendstrafkammer des Landgerichts Amberg beginnenden Prozess sollen die Hintergründe eines bewaffneten Tankstellenüberfalls in Sulzbach-Rosenberg geklärt werden. Auf der Anklagebank sitzen drei junge Männer. Zwei sind 21, der dritte 20 Jahre alt. Sie sollen nach dem Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft im Januar dieses Jahres beschlossen haben, eine Tankstelle an der Nürnberger Straße in Sulzbach-Rosenberg auszurauben. Das verbrecherische Vorhaben wurde dann am 27. Januar kurz nach 21 Uhr in die Tat umgesetzt.
Die Anklagebehörde geht davon aus, dass zwei der jungen Männer um 21.24 Uhr an diesem Abend in den Verkaufsraum eindrangen. Sie hielten Schreckschusspistolen in ihren Händen und riefen der Kassiererin zu: "Überfall! Wir wollen nur das Geld!" Die Frau öffnete daraufhin die Kasse, aus der Sekunden später von einem der Räuber 800 Euro Bargeld entnommen wurden.
Der dritte Beschuldigte soll während des Verbrechens vor dem Eingang zur Tankstelle gewartet haben. Er hatte mutmaßlich die Aufgabe, seine beiden Kumpels im Fall herannahender Personen zu warnen. Den Tätern gelang zunächst die Flucht.
Das unter dem Vorsitz von Landgerichtspräsident Harald Riedl stattfindende Verfahren ist vorläufig auf drei Tage angesetzt. Die Strafkammer hat dazu eine Vielzahl von Zeugen geladen. Außerdem sind drei Sachverständige anwesend. Die drei Angeklagten waren nach einer umfangreichen Fahndungs- und Ermittlungsaktion von der Polizei festgenommen und in U-Haft gebracht worden. Sie stammen aus dem Kreis Amberg-Sulzbach und müssen bei Schuldsprüchen mit langen Freiheitsstrafen rechnen.

















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.