16.04.2020 - 09:19 Uhr
AmbergOberpfalz

Briefe rühren die Senioren

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Die Generationen halten zusammen. Junge Schüler schicken zahlreiche verfasste Briefe an Seniorenheim-Bewohner. Diese bedanken sich auf ganz besondere Art und Weise - und können sich ziemlich gut in die Jugendlichen hineinversetzen.

Die Senioren waren begeistert von den Briefen. Deshalb entschlossen sie sich, gemeinsam Danke zu sagen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Besuche sind in Seniorenheimen derzeit ausgesetzt. Die Luitpoldschüler greifen daraufhin zu Stift und Tastatur, um den Bewohnern zu schreiben. Darüber haben die Amberger Zeitung und das Onetz bereits berichtet. Nun hat sich das Wallmenichhaus zu Wort gemeldet. Denn die Reaktionen der Senioren sind überwältigend. Sie zeigten sich durchgehend gerührt von der Aktion und wollen Danke sagen.

Hier geht es zum Artikel über die Aktion der Luitpoldschule

Amberg

Sie tun das in Form von Bildern, halten handgeschriebene "Danke"-Schilder oder die Briefe der Kinder in die Kamera. Johanna Dollacker aus der Heimverwaltung hat die Reaktionen der Bewohner eingesammelt. "Schön, dass junge Menschen an die Älteren denken", habe eine Seniorin gesagt. Viele fänden es interessant zu lesen, dass auch für die Jugend das Leben jetzt anders sei. Die Heimbewohner ihrerseits haben auch eine Botschaft an die Jüngeren: "Unsere Erfahrung als Ältere: Auch bei Einschränkungen haben wir es immer wieder geschafft." Ein Senior brachte es auf den Punkt, als er sagte: "Einschränkungen sind gerade für die Jugend schwer, die will unterwegs sein und was erleben." Und er fügte lachend hinzu: "Wir waren ja auch mal jung."

Im Hintergrund steht „Danke“ geschrieben. Im Vordergrund halten Bewohnerinnen des Wallmenichhauses zwei der zahlreichen, von Schülern verfassten Briefe hoch, die sie bekamen.

Eine Bewohner erklärte: "Für uns im Wallmenichhaus hat sich nicht so viel verändert wie für die Jugend. Wir sind hier zusammen und können uns treffen, essen zusammen, reden zusammen und spielen zusammen." Ein anderer erklärte, dass er den Kontakt zu seinen Angehörigen pflegt - per Telefon und sogar Skype. Die Briefe kommen trotzdem bei allen enorm gut an.

Für das Studieren der Briefe nahmen sich die Senioren viel Zeit.
Nicht nur geschriebene Zeilen, auch Bilder gemalte Bilder fanden bei den Senioren ihre Adressaten.
Während eine der Senioren ihren Brief stolz in die Kamera zeigt, ist die andere ganz vertieft in den ihrigen.

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