05.03.2021 - 12:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Budget für Jugendsozialarbeit an Schulen war erschöpft

Jugendsozialarbeit an den Schulen erfreut sich auch in Amberg einer wachsenden Beliebtheit. Doch der Freistaat finanziert insgesamt nur 1000 solcher Stellen mit, zwei Amberger Schulen fallen erst einmal durch das Raster.

Für die Max-Josef-Grundschule wurde bereits im Jahr 2019 ein Antrag auf Jugendsozialarbeit an Schulen gestellt. Doch damals war das Budget des Freistaats bereits erschöpft, der Antrag soll jetzt erneuert werden.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Der zuständige Jugendhilfeausschuss sowie der Stadtrat haben bereits im Jahr 2019 der Einrichtung von Jugendsozialarbeit an den Grundschulen Ammersricht und Max-Josef-Schule – die beiden letzten ihrer Art in der Stadt ohne eine solche Einrichtung – zugestimmt. Form- und fristgerecht ging der entsprechende Antrag im Oktober 2019 an die Regierung der Oberpfalz. Doch die beschied diesen abschlägig, wie Sibylle Vincent vom städtischen Jugendamt im letzten Jugendhilfeausschuss berichtete. Der Grund: Das entsprechende Kontingent beim Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales war zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft.

Wie Sibylle Vincent ausführte, habe die Regierung der Oberpfalz bereits im September 2019 mitgeteilt, dass im Doppelhaushalt 2019/2020 des Freistaats Haushaltsmittel für exakt 1000 dieser JaS-Stellen eingeplant seien. Neue Projekte wie die beiden Amberger könnten von daher nicht mehr begonnen werden. Im Januar 2021 habe die Regierung dann mitgeteilt, das Programm soll bis 2024 um jährlich 70 Stellen aufgestockt werden, neue Anträge könnten noch gestellt werden.

Aus diesem Grund musste der Ausschuss darüber befinden, ob die aktualisierten Anträge für die beiden Stellen (0,5 für die Grundschule Ammersricht, 1,0 für die Max-Josef-Schule) erneut gestellt werden sollen. Das Sozialministerium, so Vincent, werde alle Anträge, die bis 12. März 2021 vollständig eingehen, bewerten und den Regierungen mitteilen, welche davon gefördert werden können. Eine eventuelle Förderung beginne dann frühestens zum 1. Mai 2021. Die stimmberechtigten Mitglieder im Ausschuss votierten einstimmig für die Maßnahme, der Stadtrat soll am kommenden Montag endgültig entscheiden.

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Vohenstrauß

 

 

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