30.12.2019 - 16:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Auf dem Bürgerspitalgelände soll nur die Tiefgarage schrumpfen

Die Tiefgarageneinfahrt für das Bürgerspitalgelände in der Bahnhofstraße ist politisch gestorben. Das macht der Oberbürgermeister im Gespräch mit Oberpfalz-Medien deutlich. Außer, die, die dagegen waren, stolpern über ihre eigenen Klagen.

Die Tiefgarageneinfahrt für das Bürgerspitalgelände in der Bahnhofstraße ist politisch gestorben. Das macht der Oberbürgermeister im Gespräch mit Oberpfalz-Medien deutlich. Außer, diejenigen, die dagegen waren, stolpern über ihre eigenen Klagen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

OB Michael Cerny ist so weit Realist, dass mit der Ankündigung des Investors Ten Brinke, auf ein Geschoss der geplanten Tiefgarage auf dem Bürgerspitalgelände verzichten zu wollen, auch die Einfahrt dafür in der Bahnhofstraße nicht mehr gebraucht wird. "Die Einfahrt ist mehr oder weniger politisch gestorben", macht er im Jahresgespräch mit Oberpfalz-Medien deutlich. Die geologischen Gegebenheiten auf dem Bürgerspitalgelände waren es, die den Planungen von einer zweigeschossigen Tiefgarage auf dem Areal ein Ende gesetzt haben. Damit fallen laut OB Michael Cerny zahlreiche Parkplätze weg, folglich sinkt die Frequenz, die Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße wird nicht mehr gebraucht. Zumal gegenüber beim Forum der neue Eigentümer, die Bauart, seine Tiefgarage nunmehr über die Obere Nabburger Straße anbinden will.

Amberg

Vom Projekt selbst will Ten Brinke laut Cerny aber nicht abrücken. Zwar werde aus dem für Herbst/Winter 2019/2020 angekündigten Spatenstich logischerweise nun nichts mehr, Ten Brinke halte aber unverändert an den bisherigen überirdischen Planungen fest. Also einer Mischung aus Wohnungen, Gewerbeeinheiten sowie einem großen Lebensmittler im Erdgeschoss. Auch von den Dimensionen her soll der Bau nicht abgespeckt werden. Die Änderungen betreffen seines Wissens nur die Anzahl der Tiefgaragenstellplätze, sagte Cerny im Gespräch.

Amberg

Trotzdem geht das Prozedere nunmehr von vorne los. Die neue Planung müsse jetzt zunächst einmal in den Bauausschuss, der Bebauungsplanentwurf für das Bürgerspitalgelände entsprechend angepasst werden. "Wir haben aber das Signal, dass der Lebensmittler kommt", so Cerny. "Der ist sehr wichtig." Zu klären sei also hauptsächlich die Frage, wo die Autos in die nunmehr kleiner dimensionierte Tiefgarage ein- und ausfahren sollen. Da liegt der Blick auf den früheren Entwurf nahe, der eine Einfahrt in der Ziegelgasse sowie die Ausfahrt am Spitalgraben vorgesehen hat. "Es ist ja sehr naheliegend, dass man auf die alte Lösung zurückgeht", redet Cerny dieser Variante das Wort.

Damit wäre im Großen und Ganzen der Zustand des alten Bebauungsplans wiederhergestellt, der vor Jahren einstimmig im Stadtrat angenommen worden war. "Wenn dann jemand dagegen klagt, geht es wirklich nur darum, dass man dort überhaupt nichts haben will", sagt Michael Cerny.

Amberg

Apropos Klagen. Die könnten am Ende sogar den Ausschlag dafür geben, die eigentlich schon beerdigte Ausfahrt in der Bahnhofstraße wiederzubeleben. Wenn nämlich jede mögliche Ein- und Ausfahrt beklagt werde, sagt der Oberbürgermeister, dann würde schlussendlich die Variante in der Bahnhofstraße als letzte übrig bleiben.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.