Hoffnung, dass sein Anliegen umgesetzt wird, schöpfte Plößl aus der neuen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung, die vom Mai 2017 datiert. Diese sieht Tempo 30 in sensiblen Bereichen vor: bei Schulen, Kitas, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern. Darunter fällt seiner Meinung nach der Haager Weg im Bereich von Wallmenichhaus und Seniorenzentrum. Deshalb forderte er am Donnerstagabend Tempo 30 für den Abschnitt von Höhe Uhlandstraße bis Einmündung Friedrich-Ebert-Straße.
Hauptverkehrsstraße nach Gailoh
Es werde sowieso viel schneller als 50 gefahren, vor allem am Wochenende, kritisiert der Antragsteller. Zudem verursache der Schwerlastverkehr einen Lärm von 110 bis 120 Dezibel. Radfahrer nutzten den Gehweg, seien ebenfalls nicht langsam dran. Der Haager Weg ist laut Rechtsreferent Bernhard Mitko eine Hauptverkehrsstraße raus nach Gailoh. Die Polizei habe dort keine Unfallhäufung festgestellt. Dass Radfahrer widerrechtlich den Gehweg benutzten, sei auch bei Tempo 30 nicht ausgeschlossen. Lärmemissionen seien generell keine Begründung für eine Geschwindigkeitsreduzierung. Außerdem, führte Mitko weiter an, würde der unmittelbare Bereich erst ab der Einmündung Eichendorffstraße und nicht schon ab der Uhlandstraße beginnen.
Als Kommune sei man nicht völlig frei in den Entscheidungen über Geschwindigkeitsbegrenzungen. OB Michael Cerny machte einen Vorschlag: Eine Messung durch den Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung hinsichtlich Anzahl der Fahrzeuge und gefahrener Geschwindigkeiten. Mitko ergänzte, dass niemand geblitzt werde. Vielmehr wisse man so, "wie viele zwischen 30 und 50 km/h dort unterwegs sind". Auch wenn die Antworten nicht zu Plößls Zufriedenheit ausfielen, so gewann er der Situation dennoch Positives ab: "Ich habe den Antrag wenigstens gestellt."
Amberg ist Fair-Trade-Stadt. Deshalb möchte Johann Ott am Ortseingang eine entsprechende Beschilderung. Angesichts vieler Initiativen sei es schwierig, zu priorisieren, fand Cerny. Er sprach sich für die Binnenwerbung aus. Ähnlich sah es Mitko: "Wir müssen das Thema an die Bürger ran bringen." Auch seinem Anliegen, sicherzustellen, dass der Inhalt der Gelben Säcke von Amberg in Deutschland wiederverwendet oder thermisch verwertet werden, kann die Stadt nicht entsprechen. Seit 1991 hätten die Kommunen durch die Gesetzgebung dafür die Zuständigkeit verloren, erläuterte Bernhard Mitko.
Nur wenig Torf
Zu Otts Bitte, im Bauhof keinen Torf mehr einzusetzen, nahm Baureferent Markus Kühne Stellung. Im Bauhof werde gar kein Torf eingesetzt, in der Stadtgärtnerei nur Kompost und Muttererde sowie für die Topfpflanzen torfreduzierte Erde. "Das sind derzeit 25 bis 30 Kubikmeter Torf pro Jahr."

















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