17.07.2020 - 16:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Erasmus-Gymnasium: Abitur nach 10.000 Stunden Bildung

Stolze Leistung am Erasmus-Gymnasium: Fast 40 Prozent der Abiturienten haben eine Eins vor dem Komma.

Die acht besten Absolventen des Erasmus-Gymnasiums (von links): Luzia Ram (1,1), Sebastian Piehler (1,5), Franziska Lehnert (1,1), Leo Ringer (1,0), Lilly Hüttner (1,3), Aaron Weiß (1,0), Manuel Pfitzner (1,2) und Verena Schrödl (1,5). Oberstufenkoordinator Stefan Sehnke (rechts) gratulierte den Abiturienten.
von Elisa RomfeldProfil

Es herrschte am Freitag anfangs eine andere Stimmung als sonst bei der Überreichung der Abiturzeugnisse am Erasmus-Gymnasium: Wo man vormals in Grüppchen lachend zusammenstand und die letzten Stunden in der vertrauten Gemeinschaft genoss, musste in diesem Jahr nach einem Abiturgottesdienst in kleinstem Kreis, an dem nur die Abiturienten selbst teilnehmen durften, Abstand gehalten werden.

Doch auch ohne Ehrengäste, Sektempfang und ehemalige Direktoren der Schule konnte eine feierliche Abiturverleihung im Pausenhof der ehrwürdigen Schule erfolgen. Oberstudiendirektor Karl Bösl rechnete in seiner Rede vor, dass die Schüler nunmehr am Ende ihrer Laufbahn circa 10 000 Stunden Bildung genossen hätten, was diese "zu den Menschen hat reifen lassen, die sie nun sind". Dadurch hätten sie mehr Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen als die meisten Menschen weltweit, woraus eine gewisse Verantwortung resultiere: "Werden Sie zu Vertretern demokratischer Werte", bat Direktor Bösl die Absolventen, denn "die gesamte Gesellschaft hat in Sie investiert".

Oberstufensprecher Benedikt Lueger nahm danach auch im Namen von Luzia Ram und David Pan die Zuhörer mit auf eine humorvolle Zeitreise durch die Schuljahre, in der viele Schul-Fahrten und einzelne Lehrer charmant skizziert wurden. Lueger dankte in seiner Rede vor allem den Lehrern, die neben dem Unterricht "nicht mehr nur Lehrer, sondern auch Gesprächspartner" waren. Obschon ihn nun "ein echtes Gefühl von Ende" beschleiche, bleibe die Erinnerung an die gegenseitige Hilfe und Unterstützung der Schüler untereinander als zentrale Erinnerung bestehen.

Die Oberstufenkoordinatoren durften im Anschluss 48 Abiturienten ihre Zeugnisse überreichen, acht davon bis Notendurchschnitt 1,5. Etliche Auszeichnungen, Würdigungen und Ehrungen wurden neben Buchpreisen vergeben.

Nach der Vergabe der Zeugnisse löste sich die anfängliche Stimmung zu einer heiteren Atmosphäre auf. Einzelne Fotos wurden gemacht und so mancher Lehrer zwar ohne Handschlag, aber mit einem freundlichen Wort verabschiedet. Dieses Corona-Abi wird wohl allen in Erinnerung bleiben.

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