17.07.2020 - 14:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Nach Abitur am Max-Reger-Gymnasium: Schwerer Abschied mit fast einem Monat Verspätung

Endspurt unter erschwerten Bedingungen: Am Max-Reger-Gymnasium haben 47 Abiturienten nun endlich ihr Zeugnis in der Hand – fast einen Monat später als ursprünglich geplant.

Stellvertretender Schulleiter Georg Meyer (links) freut sich mit den besten Absolventen: Nicole Allwang (1,3), Lisa Lehner (1,4), Theresa Frauendorfer (1,1), Michael Matz (1,0), Antonia Keppler (1,0), Jakob Krusche (1,0), Lena Ibler (1,0) und Oberstufenkoordinatorin Angela Ziegler.
von Judith LehnerProfil

So hatte sich das vor einem halben Jahr wohl niemand von den 150 Eltern und Schülern vorgestellt. Bei der Abiturverabschiedung des Max-Reger-Gymnasiums gab es am Freitag im ACC kein gemeinsames Singen, keine letzten Umarmungen, stattdessen aber einen Live-Stream für die Familienmitglieder, die wegen der begrenzten Personenzahl nicht dabei sein durften. Zu feiern gab es trotzdem einiges: 47 MRG-Schüler haben das Abitur bestanden - 19 von ihnen sogar mit einer Eins vor dem Komma.

Stolz auf einen Jahrgang, dem es nicht gerade leicht gemacht wurde, griff stellvertretender Schulleiter Georg Meyer das Motto des Abiturjahrgangs auf: "Abirobic - die Gymnasten gehen". Am Beispiel mehrerer Sportarten zeigte er: "Jeder von euch hat andere Voraussetzungen mitgebracht und andere Herangehensweisen an den Tag gelegt. Das Ergebnis ist bei allen gleich wertvoll. Egal ob hart erkämpft oder scheinbar mühelos erworben. Ihr wart ein nicht nur in schulischer Hinsicht toller Jahrgang."

Das spiegelten die vielen Ehrungen der Freunde des Max-Reger-Gymnasiums wider: Johannes Büchner, Theresa Frauendorfer, Lena Ibler, Ntiana Kalliga, Antonia Keppler, Michael Matz, Magdalena Müller und Lukas Schöpf hatten besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft gezeigt. Und auch fachlich ragen einige Schüler dieses Jahrgangs heraus: Gleich mehrfach ausgezeichnet wurde Dominik Schwagerl - von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft der Deutschen Chemiker und von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden für seine Seminararbeit im Fach Chemie zu dem Thema Cannabis-Legalisierung. Lisa Lehner wurde ebenfalls für ihre Seminararbeit im Fach Mathematik gewürdigt, mit der sie den ersten Preis der Hans-Riegel-Stiftung gewonnen hat. Antonia Keppler erhielt eine Auszeichnung des Deutschen Altphilologenverbandes, Theresa Frauendorfer vom Verein für Sozialpolitik und Michael Matz von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Eigentlich hätte es schon Ende Juni Zeugnisse geben sollen - doch die Prüfungen mussten wegen der Pandemie verschoben werden. Zeitweise war sogar unklar, ob überhaupt Prüfungen stattfinden können. Unsicherheiten und zusätzlicher Stress, der jetzt in große Erleichterung mündet - und in etwas Zynismus. "Wir haben jetzt unzählige Möglichkeiten", scherzte Stufensprecherin Charlotte Singer: "Wir können studieren - online, eine Ausbildung machen - online, oder in den Harz reisen, um uns selbst zu finden."

"Abschied fällt schwer, und gerade ist es schwer, sich überhaupt gebührend zu verabschieden", schloss Lydia Widman für die Schüler. Dennoch überwog an diesem Tag die Freude, am Etappenziel Abitur angekommen zu sein - und Dankbarkeit für acht behütete, gemeinsame Jahre.

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