15.12.2019 - 10:29 Uhr
AmbergOberpfalz

Erlebnis Glaskathedrale günstiger und doch wieder teurer

Im Mai wurde der Ausstellungsraum "Erlebnis Glaskathedrale Amberg" eröffnet. Dafür werden nun nachträglich 30 000 Euro in den Haushalt eingestellt, denn die Rechnung für Elektro- und Beleuchtungsanlagen ist noch offen.

In der Zweigstelle des Stadtmuseums mit dem Namen "Erlebnis Glaskathedrale Amberg" erfahren die Architektur-Interessierten alles zur Geschichte und Gegenwart der Glashütte. Der Ausstellungsraum wurde im Mai 2019 eröffnet.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Die Glaskathedrale ist eines der bedeutendsten Industriebauwerke der 1960er-Jahre. Im Nebenraum des Industriedenkmals, in dem heute noch genau wie vor knapp 50 Jahren Glas geblasen wird, gibt es seit diesem Jahr eine moderierte Multimedia-Show. Mit der Eröffnung des Ausstellungsraums "Erlebnis Glaskathedrale Amberg" wird die versteckte Perle von Walter Gropius ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Für die Einrichtung des Ausstellungsraumes hatte der Haupt- und Finanzausschuss 2018 beschlossen, im Haushalt 294 000 Euro bereitzustellen. Mit der Planung und Einrichtung wurde die Firma Impuls-Design beauftragt. Er wurde vereinbart, dass die notwendigen Elektro- und Beleuchtungsanlagen als Eigenleistung vom Auftraggeber, also von der Stadt Amberg, übernommen werden. Die Kosten wurden hierfür auf rund 30 000 Euro geschätzt.

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"Da die Ausführung der Elektro- und Beleuchtungsanlagen seinerzeit doch nicht - wie ursprünglich geplant - bauseits als Eigenleistung erbracht werden konnte, hat Impuls-Design hierfür schließlich eine ortsansässige Fachfirma beauftragt", erklärte Baureferent Markus Kühne im Hauptausschuss. Hierfür seien nun noch gut 30 000 Euro zu erstatten. Der Ausschuss beschloss einstimmig, das Geld nachträglich bereitzustellen. Weshalb der Auftrag damals doch an eine andere Firma vergeben werden musste, konnte im Ausschuss nicht geklärt werden. Oberbürgermeister Michael Cerny stellte jedoch klar: "Da haben wir jetzt im Nachhinein keinen Spielraum mehr. Die Leistungen wurden erbracht und müssen jetzt auch bezahlt werden."

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Jedoch wurden laut Baureferent Markus Kühne bisher auch nicht die einst veranschlagten 294 000 Euro, sondern lediglich 250 000 Euro ausgegeben. Kühne wörtlich: "Es wurde zunächst also günstiger als gedacht, und jetzt sind wir wieder bei den ursprünglich geschätzten Kosten."

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