27.02.2019 - 10:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Erste Hinweise im Fall Gertrud Kalweit

Fast 39 Jahre nach der Tat ist der Mord an Gertrud Kalweit immer noch nicht aufgeklärt. Bei der eigens gegründeten Soko Stadtgraben sind jetzt erste Hinweise eingegangen.

Ein Bild vom 21. März 1980. Oberstaatsanwalt Klaus Pfannschmidt und Oberkommissar Josef Lettl am Tatort.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Nein, so betont Albert Brück, Sprecher des Polizeipräsidiums, der Mörder von Gertrud Kalweit steht nicht zweifelsfrei fest. "Wenn wir ihn kennen würden, könnten wir ihn verhaften", sagt er auf die Behauptung alter Amberger, es sei "der Ami" gewesen, ohne wenn und aber. Mit "der Ami" ist jener US-Soldat gemeint, der nach dem Mord an der 38-Jährigen im Jahr 1980 tatsächlich in den Fokus der Ermittler gerückt ist - ohne, dass ihm die Tat bis heute nachgewiesen werden konnte, wie Brück betont.

Daher sei das mit dem Cold Case, eben kein "alter Käse", wie er sagt. Das Wiederaufrollen dieses Falls sei vielmehr der Versuch, diesen tatsächlich zu einem für die Ermittler zufriedenstellenden Ergebnisse zu bringen. Nach wie vor sucht die Soko Stadtgraben bei der Amberger Kripo nach Zeugen, die in der Nacht von 20. auf 21. März 1980 in der Nähe des Tatorts im Stadtgraben beim Nabburger Tor etwas Ungewöhnliches beobachtet haben. Gesucht sind aber auch Feststellung aus späterer Zeit, Gerüchte vielleicht oder Aussagen von bestimmten Leuten.

Bisher sind bei der Soko laut Albert Brück nach dem Bericht in der Amberger Zeitung rund zehn Hinweise eingegangen. "Denen müssen wir jetzt erst einmal einzeln nachgehen." Seiner Aussage nach beziehen sich diese Hinweise auf unerklärliche Begebenheiten aus der Zeit des Mordes und auf Personen, die mit der Tat direkt oder indirekt in Verbindung gebracht werden können. "Für uns ist das alles aber bisher noch nicht greifbar", so Brück mit der Bitte, auch weiter die Hotline der Soko unter der Rufnummer 09621/8900 anzurufen, wenn jemand einen sachdienlichen Hinweis geben kann. Für die Ergreifung des Täters ist eine Belohnung von 10 000 Euro ausgelobt.

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