Amberg
02.12.2021 - 16:03 Uhr

Die einen fahren in Gärbershof zu schnell, die anderen parken Gehsteige zu

Auch vermeintlich kleinere Probleme kamen in der Bürgerversammlung in Amberg zur Sprache. Wie in fast jeder dieser jährlichen Zusammenkünfte, in denen Bürger ihre Anliegen vorbringen können, ging es auch diesmal um den Verkehr.

Linda Seim hatte gleich mehrere Anträge zur Bürgerversammlung im ACC eingereicht. Sie ärgert sich über parkende Autos, die Gehsteige blockieren und über Schnellfahrer in der Gerberstraße. Bild: Petra Hartl
Linda Seim hatte gleich mehrere Anträge zur Bürgerversammlung im ACC eingereicht. Sie ärgert sich über parkende Autos, die Gehsteige blockieren und über Schnellfahrer in der Gerberstraße.

Diskutiert wurde bei der Bürgerversammlung im ACC wegen der Corona-Pandemie diesmal nicht. Alle Anträge, die hier vorgetragen wurden, werden im Stadtrat und seinen Ausschüssen behandelt. Wie bei fast jeder Bürgerversammlung nahm das Thema Verkehr großen Raum ein. Anwohnerin Linda Seim ärgert sich über den Verkehr in der Gerberstraße – und zwar über den fließenden ebenso wie über den parkenden. Letzterer blockiere hier die Gehwege. Mit einem Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl komme man hier nicht mehr durch.

Vielleicht, so schlug Seim vor, könnte die Stadt wenigstens dafür sorgen, dass die Gesteige nur noch "halb" beparkt werden? Die Anwohnerin wünscht sich zudem am Ortseingang von Gärbershof eine elektronische Anzeige, die Verkehrsteilnehmer darauf hinweise, wie schnell sie fahren. Viele seien hier nämlich deutlich zu rasant unterwegs, so die Erfahrung der Anwohnerin, die sich vor allem Sorgen um Schulkinder macht.

"Da bleibt nur die Polizei"

Verkehrsreferent Bernhard Mitko sieht ein Problem in zusätzlichem Verkehr, den derzeit die Baustelle auf dem Autobahnzubringer zwischen Amberg und Ursensollen verursache. "Das sollte nicht mehr allzu lange dauern", informierte er. Das Park-Problem in Gärbershof sei bekannt: Lösen könnte man es durch einen entsprechenden Ausbau, den das Tiefbauamt sicher machen könnte – wenn es dafür Geld im Haushalt der Stadt gibt. Bis dahin könne man die Parker nur überwachen lassen, was allerdings nicht ganz einfach sei. Die städtische Parküberwachung sei nämlich nur für die Innenstadt und den Bereich am Klinikum zuständig. "Da bleibt nur die Polizei", deren Ressourcen allerdings begrenzt seien.

Die gewünschte Geschwindigkeitsanzeige mit dem vielerorts bekannten "Smiley" habe man beim Verkehrszweckverband bereits bestellt. Auch wenn mit solchen Geräten niemand zur Kasse gebeten werde, wisse man inzwischen, dass sie psychologisch durchaus etwas bringen und dafür sorgen, dass die Verkehrsteilnehmer vom Gas gehen. Mitko kann sich außerdem auch "verdeckte Messungen" vorstellen. Zunächst ebenfalls noch ohne Bußgelder, sondern um festzustellen, ob hier wirklich zu schnell gefahren wird – und wann das der Fall ist. Dann könnte man zu den entsprechenden Zeiten tatsächlich auch echte "Blitzer" einsetzen.

Gefährliche Kreuzung

Auch die Kreuzung Adalbert-Stifter-/Hockermühlastraße beim Gesundheitsamt macht Linda Seim Sorgen. Sie sei für Fußgänger "sehr unübersichtlich und gefährlich". Sie schlug einen Verkehrsspiegel und die Absenkung der hohen Bordsteine vor. "Diese Kreuzung ist tatsächlich kompliziert", meinte Verkehrsreferent Bernhard Mitko, so ein Spiegel müsste aber so aufgestellt werden, dass er auch funktioniert. "Dafür ist diese Kreuzung ungeeignet."

Mehr Hoffnung konnte er Seim beim Thema Bordsteine machen, wenn auch nicht sofort. Die Stadt sei dazu übergegangen, solche hohen Kanten immer dann abzusenken, wenn an der betroffenen Stelle ohnehin Bauarbeiten anstehen. Ansonsten sei es eine Frage der Finanzierung: Wenn Geld dafür da sei, könne das relativ schnell gemacht werden.

Amberg02.12.2021
 
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