24.05.2019 - 16:10 Uhr
AmbergOberpfalz

Friday for Future: Vierte Demo, 300 Teilnehmer

Trillerpfeifen, Sprechchöre, bunt bemalte Pappkartons: Zum vierten Mal sind vor allem junge Leute in Amberg für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Diesmal präsentierten sie konkrete Forderungen.

von Uli Piehler Kontakt Profil

18 Seiten ist das Papier stark, das die Initiatoren mit dem Titel "Lokalpolitische Forderungen der Fridays-for-Future-Bewegung Amberg zum Klimaschutz" versehen haben. Darin umreißen sie, was ihrer Ansicht nach in Sachen Mobilität, Ernährung, Energie, Beleuchtung und Stadtentwicklung konkret in Amberg unternommen werden müsste. Die jungen Leute fordern zum Beispiel eine Erweiterung der Fußgängerzone mit dem Ziel einer autofreien Innenstadt, bessere Radwegverbindungen, einen attraktiveren Öffentlichen Personennahverkehr, einen Ausbau des Nahwärmenetzes, 100 Prozent erneuerbare Energieen bis 2030 und einen Runden Tisch der Klimaschutz-Akteure. Mit-Organisatorin Aziza Ernst überreichte das Papier auf dem Marktplatz an Oberbürgermeister Michael Cerny.

Der Forderungskatalog zum Download

"Ich freue mich über euer Engagement und biete die Zusammenarbeit an", sagte der Rathauschef. "Wir werden das mitnehmen und auch wieder gemeinsam diskutieren. Danke, dass ihr mich eingeladen habt." Das hörten die rund 300 Teilnehmer, die vom Maltesergarten zum Marktplatz marschiert waren, gerne und spendeten Applaus. Cerny erinnerte an den Besuch von Entwicklungsminister Gerd Müller einen Tag zuvor, der besonders die Entwicklung von Afrika im Blick hat. "Wenn wir es nicht schaffen, dass wir über fairen Handel und Bildung auch Afrika und andere Kontinente in die Lage versetzen, dass sie diesen Weg mitgehen könne, dann würden wir zu kurz springen", sagte Cerny.

Bericht über den Besuch des Entwicklungsministers

Amberg

Demo-Organisatorin Larissa Köster rief dazu auf, am Sonntag zur Wahl zu gehen und die Weichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz in Europa zu stellen. "Europawahl ist Klimawahl", rief sie. Die Demo-Teilnehmer versammelten sich ganz in der Nähe des Hochzeitsbrunnens, vor dem in der Nacht zum Donnerstag mit wasserlöslicher Kreide in großen Lettern ein Hinweis auf die Demo gemalt wurde. Der Slogan "Klimaschutz - 24. Mai" tauchte auch an anderen Stellen der Stadt auf, etwa auf dem Pflaster der Georgenstraße, an der OTH und vor der Realschule. Die Veranstalter der Demo müssen sich nun mit einer Anzeige auseinandersetzen, die wegen der Schriftzüge bei der Polizei eingegangen ist.

Interview zur Motivation der Initiatoren

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