09.11.2020 - 10:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Hockermühlbad braucht mal wieder eine Überholung

Das Amberger Freibad, das Hockermühlbad, hat einen nicht ganz einfachen Corona-Sommer 2020 mit Bravour gemeistert. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Hocko rund 40 Jahre nach Inbetriebnahme teilsaniert werden muss.

Seit einigen Wochen ist das Hockermühlbad geschlossen und befindet sich bereits in der herbstlichen Ruhephase. In den Jahren 2021 bis 2024 soll es teilweise saniert werden.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Tischvorlagen sind in Sitzungen des Stadtrats oder der Ausschüsse von den Parteien und Fraktionen nicht gerne gesehen und schon von daher absolute Ausnahme. Weil man schlecht vorher darüber beraten kann. Doch manchmal gibt der Termindruck den Takt vor und so musste der Stadtrat in seiner letzten Sitzung anhand einer solchen Tischvorlage über die Sanierung des Hockermühlbads beschließen. Grund dafür ist, dass die Meldefristen für entsprechende Förderprogramme des Bundes und des Freistaats keine Verschiebung der Entscheidung zuließ.

Seit das Hockermühlbad vor etwa 40 Jahren in seiner heutigen Form in Betrieb genommen worden ist, wurde zwar immer mal wieder saniert, umgebaut und ergänzt, doch Teile der Anlage stammen tatsächlich noch aus der Entstehungszeit und müssen irgendwann ersetzt werden. Zusätzlich gibt es heute Ansprüche an beispielsweise die Dämmung der Funktionsgebäude, die vor vier Jahrzehnten noch keine Rolle gespielt hat. Rund 3,5 Millionen Euro, so hat das beauftragte Büro für die Stadtwerke, den Betreiber des Hocko, errechnet, würde die Sanierung kosten. Davon könnten, je nach Programm, mit Abstrichen zwischen 25 und 45 Prozent öffentlich gefördert werden.

Wie aus der Zusammenstellung der Stadtwerke hervorgeht, beziehen sich die Sanierungsmaßnahmen tatsächlich vor allem auf die Bereiche Wärmedämmung und Badtechnik. So sollen unter anderem die teils veralteten Rohrleitungen getauscht werden, Filtertechnik und Pumpen auf den neuesten Stand gebracht werden. Der zweite Bereich umfasst die Dach- und Gebäudedämmung der Umkleiden, des Schwimmmeister-Gebäudes und der Personalumkleiden.

Sanierungszeitraum des Hockermühlbades sollen die Jahre 2021 bis 2024 sein. Gelingt es, ins Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen - SKE" zu kommen, würden die dann anfallenden Gesamtkosten von 2,96 Millionen Euro netto zu jeweils 45 Prozent (1,332 Millionen Euro) von den Stadtwerken als Betreiber und vom Bund getragen. Die Stadt Amberg wäre mit einem Anteil von rund 296 000 Euro oder zehn Prozent mit von der Partie.

Beim Förderprogramm "Sonderprogramm Schwimmbadförderung - SPSF" des Freistaats Bayern würde es so aussehen, dass von der förderfähigen Kosten in Höhe von 3,25 Millionen Euro der Freistaat 25 Prozent oder 812 500 Euro tragen würde, die Stadt Amberg müsste sich wieder mit zehn Prozent oder 325 000 Euro beteiligen. Der Rest der Summe müsste von den Stadtwerken beglichen werden.

Einstimmig votierten die Stadträte in ihrer Sitzung dafür, sich bei beiden Förderprogrammen zu bewerben und je nachdem, in welchem das Hockermühlbad letztendlich landen wird, den dann entfallenden Kostenanteil in den städtischen Haushalt einzustellen. Eine Kombination beider Programme ist übrigens nicht möglich.

Mehr zum Hockermühlbad in diesem Sommer gibt es hier

Amberg

Hockermühlbad und Corona: Hier gibt es Infos darüber

Amberg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.