07.01.2022 - 11:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Johanniter-Krippe am Bergsteig Amberg bietet Platz für 36 Kinder

Im Jahr 2008 gab es in Amberg nur 24 Krippenplätze für unter Dreijährige. Aktuell sind es 327 und es werden noch mehr: In der neuen Krippe am Bergsteig, mit deren Bau die Johanniter bald beginnen wollen, finden 36 weitere Kinder Platz.

Der vierte und damit vorletzte Teil unserer Serie „Neues Jahr, neuer Bergsteig“ beschäftigt sich mit der Kinderkrippe, die auf diesem noch leeren Grundstück am Claudiweg entstehen wird.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Wer im Jahr 2007 auf der Suche nach einem Krippenplatz in Amberg war, hatte Pech - es gab schlicht und ergreifend keine einzige Betreuungsmöglichkeit für Kinder unter drei Jahren. Im Sommer 2007 gab der Stadtrat aber grünes Licht für die Erweiterung von zwei Kindergärten. In der evangelischen Erlösergemeinde entstanden zwölf Plätze für die Kleinsten, fast zeitgleich folgte auch der Kindergarten "Schatzinsel" der Pfarrei Heilige Familie am Bergsteig mit ebenfalls zwölf Plätzen. Der einst so verrufene Stadtteil zählte folglich zu den Vorreitern in Sachen Kinderbetreuung, die ab 2008 im gesamten Stadtgebiet Fahrt aufnahm.

Mittlerweile gibt es laut Susanne Schwab, der Leiterin der städtischen Pressestelle, in Amberg 327 Krippenplätze. In absehbarer Zeit kommen 36 weitere hinzu - und wieder spielt der Stadtteil Bergsteig dabei eine entscheidende Rolle. Auf einer freien Fläche am Claudiweg errichten die Johanniter einen Neubau, in dem in drei Gruppen 36 Mädchen und Buben im Alter von 0 bis 3 Jahren betreut werden sollen. Die Einrichtung, mit dessen Bau laut Johanniter-Sprecher Andreas Denk noch im ersten Quartal dieses Jahres begonnen werden soll, entsteht in direkter Nähe zum neuen Senioren-Service-Haus, das rein räumlich betrachtet die Nachfolge des 2016 abgerissenen Rundbaus antritt.

"Sofort ja gesagt"

Laut ihrem Regionalvorstand Martin Steinkirchner mussten die Johanniter nicht lange überlegen, als sie von der Stadt das Angebot erhielten, die Trägerschaft für die neue Kindertagesstätte zu übernehmen: "Da klar war, dass es eine Förderung geben wird, haben wir sofort ja gesagt." In der Tat steuert der Freistaat Bayern laut einer städtischen Beschlussvorlage dank eines Sonderinvestitionsprogramms den Großteil der Kosten von 2,5 Millionen Euro bei. Bei der Stadt und den Johannitern verbleiben ein Eigenanteil von jeweils rund 150.000 Euro.

Da die Stadtbau das Grundstück in Erbpacht überlässt, habe es für die Johanniter einen weiteren Grund gegeben, sich zu engagieren, sagt Steinkirchner im Gespräch mit Oberpfalz-Medien und fügt hinzu, dass es aus unternehmerischer Sicht kein Risiko gebe: "Krippenplätze werden nach wie vor nachgefragt. In einem so aufstrebenden Stadtteil wie dem Bergsteig mit dem Zuzug von vielen jungen Familien sollte es kein Problem sein, die 36 Plätze zu belegen." Bis dahin wird aber noch etwas Zeit vergehen. Mit der Fertigstellung des 300 Quadratmeter Nutzfläche bietenden Gebäudes ist laut Andreas Denk im Jahr 2023 zu rechnen. Allerdings sei zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Bauzeitenplan vorhanden.

"Freuen uns schon drauf"

Unabhängig davon sehnt Regionalvorstand Steinkirchner schon jetzt den Tag der Eröffnung herbei: "Das wird eine richtig tolle Einrichtung. Wir freuen uns schon darauf."

Alle bisherigen Teile der Bergsteig-Serie

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„In einem so aufstrebenden Stadtteil wie dem Bergsteig mit dem Zuzug von vielen jungen Familien sollte es kein Problem sein, die 36 Plätze

zu belegen.“

Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe

 

 

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