"Personen, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben, werden jährlich vom Staatsminister des Innern, für Sport und Integration mit der Kommunalen Dankurkunde sowie mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze geehrt." So steht es auf der Internetseite des bayerischen Innenministeriums geschrieben, praktiziert wird es vor Ort in den Kommunen. Beispielsweise am Montagabend im Amberger Stadtrat. Dort erhielten sechs Stadträte – sechs Männer am Weltfrauentag – die Kommunale Dankurkunde, weil sie länger als drei Wahlperioden dem Gremium angehören.
Seit dem 1. Mai 2002 sitzen sie im Amberger Stadtrat: Hans-Jürgen Bumes (Bündnis 90/Die Grünen), Florian Fuchs (SPD), Uli Hübner (SPD), Ralf Kuhn (CSU), Klaus Mrasek (ÖDP) sowie Martin Preuß (CSU). Ein Amt, das von seinen Inhabern viel Aufwand erfordert, wie Oberbürgermeister Michael Cerny am Montag anlässlich der Verleihung der Kommunalen Dankurkunde im Stadtrat an die sechs Geehrten sagte. Ohne das Engagement der Leute, die sich bereit erklären, viel Zeit und Engagement in ihr Amt als Stadtrat zu stecken, würde dieses Gremium nicht funktionieren, so betonte er.
Dabei seien Stadträte nicht nur während der Sitzungen von Stadtrat oder Fraktion "im Dienst". Sie müssten sich auch im Biergarten oder auf der Straße beinahe rund um die Uhr auf die dort behandelten Themen ansprechen lassen. "Alle Entscheidungen, die wir treffen", so zog Cerny einen weiten Bogen der Aufgaben eines Lokalparlaments, "begleiten unsere Bürger ein Leben lang." Praktisch von der Wiege bis zur Bahre. "Lokalpolitik ist eigentlich ein Zweit-Job", betonte Michael Cerny, bevor er zur Verleihung der Urkunden schritt.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.