31.03.2020 - 16:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Licht und Schatten für Frauen in der Amberg-Sulzbacher Kommunalpolitik

Mit der Abwahl von Alexandra Sitter in Ammerthal hat sich die Zahl der weiblichen Bürgermeister im Landkreis Amberg-Sulzbach halbiert. Doch in den Gemeinderäten haben die Frauen an Mandaten zugelegt.

Mal "Stop", mal "Go": In der Kommunalpolitik kommen Frauen voran, wenn auch nicht immer mit der erwünschten Geschwindigkeit.
von Markus Müller Kontakt Profil

Brigitte Bachmann (SPD) in der Gemeinde Birgland ist nunmehr die einzige Frau in einem Bürgermeisteramt im Landkreis. Fünf weitere hatten für den Chefposten in ihren Kommunen kandidiert, waren aber – trotz zum Teil sehr respektabler Ergebnisse – schlussendlich nicht erfolgreich gewesen: Susanne Lindner (CSU) in Gebenbach (49,11 Prozent), Regina Armbruster (UWG) in Hohenburg (38,75), Sonja Kurz (SPD/FWG) in Etzelwang (37,85), Lisa Hartinger (SPD) in Kümmersbruck (30,12) und Johanna Erras-Dorfner (FW) in Hirschau (10,88).

Zu den Ergebnissen der Bürgermeisterwahlen im Landkreis Amberg-Sulzbach

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Bei der Kreistagswahl zeigte der Trend für Frauen in der Kommunalpolitik nach oben: Sie steigerten ihre Mandatszahl in dem 60-köpfigen Gremium von neun auf zwölf, also um 33,3 Prozent.

In den Gemeinderäten ist der prozentuale Anstieg nicht ganz so stark, aber immer noch spürbar: von 72 Frauen, die am 16. März 2014 in die Gemeinderäte gewählt wurden, auf jetzt 79.

Vor sechs Jahren gab es mit Ebermannsdorf sogar noch ein Kommunalparlament, das vollkommen ohne weibliche Räte auskommen musste. Heuer ist das nicht mehr der Fall.

Zu den personellen Veränderungen im Amberg-Sulzbacher Kreistag

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Und die Gemeinden mit den höchsten Anteilen an Frauen im Rat weisen höhere Werte auf als im Jahr 2014. Damals lagen prozentual Sulzbach-Rosenberg (9 von 30 Stadtratsmitgliedern) und Hirschau (6/20) mit 30 Prozent vorn. Es folgte Kümmersbruck mit 29,2 Prozent (7/24). Auf 25 Prozent brachten es noch Hahnbach (5/20), Etzelwang (3/12) und Gebenbach (2/8).

Dieses Jahr kommt Kümmersbruck mit 9 Frauen in einem 20-köpfigen Gemeinderat (also 45 Prozent) nahe an die Parität. In Neukirchen (5/14) bringen es die Frauen auf einen Anteil von 35,7 Prozent, in Sulzbach-Rosenberg (8/24) sind es 33,3, in Illschwang und Ammerthal (jeweils 4/14) 28,6. Und 25 Prozent Frauenanteil weisen die Gremien in Etzelwang, Weigendorf (jeweils 3/12) und Gebenbach (2/8) auf.

Zum Ergebnis der Kreistagswahl in Amberg-Sulzbach

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